Für Chelsea war Qarabag kein Stolperstein

Barca, Chelsea im CL-Achtelfinale, Juve und Atletico zittern

Donnerstag, 23. November 2017 | 13:44 Uhr

Der FC Barcelona und FC Chelsea haben am Mittwoch den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League fixiert, zwei Topclubs müssen aber bis zum Schluss zittern. Atletico Madrid, Finalist der vergangenen Saison, hat trotz eines 2:0 gegen AS Roma vor dem letzten Spieltag nur noch Außenseiterchancen, Juventus Turin hat nach dem 0:0 gegen Barca den Aufstieg in eigenen Händen.

“Wir werden bis zum Schluss kämpfen”, betonte Atleticos Stürmerstar Antoine Griezmann, der auf spektakuläre Weise seine Torflaute beendete und so mithalf, dass die Madrilenen die K.o.-Phase noch nicht abschreiben müssen. Es war der erste Treffer des Franzosen nach zuletzt neun torlosen Spielen. Dennoch benötigt Atletico Schützenhilfe. Die Spanier müssen am 5. Dezember bei Gruppensieger Chelsea (4:0 gegen Qarabag Agdam) gewinnen und hoffen, dass der noch sieglose Außenseiter aus Aserbaidschan auswärts gegen Roma nicht verliert.

Besser ist die Lage von Juventus, das mit einem Sieg bei Olympiakos Piräus Verfolger Sporting Lissabon auf Distanz halten kann. “Ich bin zuversichtlich, es ist ein gutes Ergebnis”, meinte Juve-Coach Massimiliano Allegri nach dem torlosen Remis gegen Barcelona. Bei den Spaniern kam Lionel Messi erst in der 55. Minute aufs Feld.

Noch nicht fix, aber so gut wie weiter ist Manchester United nach der 0:1-Niederlage beim FC Basel. Das Team von Jose Mourinho, seit 2014 nicht mehr in der K.o.-Phase, kann sich zum Abschluss zu Hause gegen ZSKA Moskau sogar eine Niederlage mit sechs Toren Differenz leisten. In Basel kassierten die Engländer in der 89. Minute den Gegentreffer sehr zum Ärger von Mourinho. “Wir hatten alles unter Kontrolle, könnten drei, vier oder fünf Tore schiessen. Dadurch fühlten wir uns wohl zu sicher, auch wenn wir das Spiel eigentlich bis am Schluss im Griff hatten”, meinte der Portugiese, der Stammspieler im Marktwert von 120 Millionen Euro auf der Bank sitzen ließ.

In Gruppe B feierten die beiden Top-Clubs die nächsten Siege. Während Paris St. Germain Celtic Glasgow mit 7:1 deklassierte, mühte sich Bayern München zu einem 2:1 beim RSC Anderlecht. In Jubellaune waren die Bayern nach Sieg Nummer neun unter Trainer Jupp Heynckes aber nicht. “Kein Ruhmesblatt”, meinte Heynckes nach der schwachen Leistung. Zudem fällt der spanische Edeltechniker Thiago mit einer schweren Muskelverletzung wahrscheinlich mehrere Monate aus.

Heynckes, der auf den verletzten David Alaba verzichten musste und links in der Viererkette dem 19-jährigen Tiroler Marco Friedl zum Profi-Debüt verhalt, machte in der Halbzeitpause seinem Unmut Luft. “Er ist zurecht laut geworden”, erklärte Jerome Boateng, der vom “schlechtesten Spiel seit langem” sprach.

Für die Bayern geht es zum Abschluss in München gegen PSG, das mit der Gala am Mittwoch einen neuen Rekord aufgestellt hat. Neymar und Co. haben bereits 24 Tore in der Gruppenphase erzielt und damit den bisherigen Rekord von Borussia Dortmund aus der Saison 2016/17 (21) übertroffen. “Ein Kunstwerk”, schwärmte der Verein auf seiner Homepage nach dem Kantersieg.

Von: APA/dpa/ag.