Berlusconi hinterlässt 220 Millionen Euro Schulden

Berlusconi verkauft AC Milan an chinesische Investorengruppe

Freitag, 05. August 2016 | 17:40 Uhr

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi verkauft den Fußballclub AC Milan an eine chinesische Investorengruppe. Das Konsortium übernehme mehr als 99 Prozent des Clubs und werde in den nächsten drei Jahren 350 Millionen Euro investieren, teilte Berlusconis Holding Fininvest am Freitag mit. Der mit 220 Millionen Euro verschuldete Club wurde mit 740 Millionen Euro bewertet.

Mit dem Vorvertrag verpflichteten sich die Investoren, sofort 15 Millionen Euro zu überweisen. Weitere 85 Millionen Euro sollen binnen 35 Tagen gezahlt werden. Das Geschäft muss noch von den italienischen und chinesischen Behörden abgesegnet werden und soll Ende 2016 abgeschlossen sein.

Zu den künftigen Eigentümern Milans gehören die Management-Firma Sino-Euro Sports Investment und deren Vorsitzender Li Yonghong und der Investment-Fund Haixia Capital. Aus der Volksrepublik sind darüber hinaus noch weitere staatliche und private Firmen aus der Finanzbranche und der Industrie an dem Konsortium beteiligt.

Damit kommt innerhalb kurzer Zeit ein weiterer italienischer Spitzenclub unter chinesische Kontrolle. Anfang Juni hatte der chinesische Handels- und Elektronikriese Suning die Mehrheit an Inter Mailand übernommen.

Von: APA/ag.

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