Immer mehr Flüchtlinge wagen die gefährliche Überfahrt

Binnen vier Tagen 13.000 Flüchtlinge in Italien eingetroffen

Mittwoch, 31. August 2016 | 13:42 Uhr

In Italien sind binnen vier Tagen rund 13.000 Bootsflüchtlinge eingetroffen. Die guten Wetterbedingungen hätten die große Fluchtbewegung über das Mittelmeer ausgelöst, hieß es von der italienischen Marine. Allein am Montag wurden fast 7.000 Menschen aus dem Meer gerettet. Die EU-Kommission bestätigte die steigenden Flüchtlingszahlen in Richtung Italien, relativierte aber mit Blick aufs Vorjahr.

Das Kommandozentrum habe 53 Rettungseinsätze koordiniert und sei tausenden Schutzsuchenden vor Libyen zur Hilfe gekommen, erklärte die Küstenwache in Rom. Damit handelte es sich um einen der größten Rettungseinsätze der vergangenen Jahre. Weitere 3.000 Migranten wurden am Dienstag in Sicherheit gebracht.

Die neue Flüchtlingswelle setzt das italienische Versorgungssystem unter Druck. Allein am Mittwoch werden 1.273 Schutzbedürftige in Palermo erwartet. Italien versorgt derzeit bereits 130.000 Geflüchtete. Ein weiteres Schiff mit 720 Flüchtlingen und zwei Leichen an Bord wird ebenfalls am Mittwoch in der apulischen Hafenstadt Brindisi eintreffen.

Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Jahresanfang 105.342 Migranten in Italien eingetroffen. 3.165 kamen bei der Reise über das Meer ums Leben, das sind 509 mehr als im gleichen Zeitraum 2015.

Die EU-Kommission bestätigte die steigenden Flüchtlingszahlen in Richtung Italien. Allerdings handle es sich um eine ähnliche Entwicklung wie im gleichen Zeitraum vergangenen Jahres. Eine Sprecherin erklärte am Mittwoch in Brüssel, ein Grund könnte auch sein, dass die Schlepper immer mehr Flüchtlinge in Boote steckten. Gleichzeitig betonte sie, dass Italien mit den Hotspots Maßnahmen gesetzt habe, um für allfällige Entwicklungen vorbereitet zu sein. Darüber hinaus gebe es das Umsiedlungsprogramm innerhalb der EU.

Jüngste Vorschläge von Österreich oder Dänemark, Asylsuchende von den Landesgrenzen zurückschicken zu können, wollte die Sprecherin nicht kommentieren. Die Kommission nehme nicht zu Ankündigungen oder vorgeschlagenen Gesetzesvorhaben Stellung. Allerdings bestätigte sie, dass es “wie üblich Kontakte mit beiden” Ländern in der Frage gebe.

Von: apa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Binnen vier Tagen 13.000 Flüchtlinge in Italien eingetroffen"


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zombie1969
Grünschnabel
28 Tage 20 h

Die Muslime, die massenweise unkontrolliert in europäische Länder kommen, hätten niemals eine Chance in die USA, Kanada, Japan, Neuseeland oder Australien einzuwandern, da sie die Vorraussetzungen für ein Einreise-Visum nicht annähernd erfüllen könnten. Daher ist es gut, dass Österreich, Deutschland und andere Länder Europas sich dieser Leute annimmt und sie mit reichlich Sozialhilfe vollversorgt.
Gar nicht so doof, die Amis und Co.

Alpenrepuplik
Tratscher
28 Tage 16 h

Ja wi sind den all die schutzbedürftigen Frauen und Kinder????? Ach so, die werden zuhause gelassen..Europa und seine Frauen sind dem Untergang geweiht, den diesen MÄNNER im besten Alter sind eine Gefahr für den sozialen Frieden…

santina
Tratscher
28 Tage 13 h

@Alpenrepublik

Bei dieser Rettungsaktion wurde unter anderem ein erst fünf Tage altes Neugeborenes geborgen. Wie groß muss die Not sein, wenn man mit einem neugeborenen Menschlein diesen Fluchtweg auf sich nimmt!

Polarstern
Neuling
28 Tage 18 h

Heisst es nicht retten und in den nächst gelegenen Hafen? Das wäre doch vor der Libyschen Küste ein Libyscher Hafen oder nicht? Entweder sind die Politiker d…m oder das Volk. Alle Flüchtlinge die nach Italien gebracht werden lösen sich ja dort nicht in Luft auf oder bleiben zu 100% in Italien. Irgendwann tauchen sie irgendwo in der EU wieder auf. Das Problem muss an der Grenze gelöst werden und zwar von der EU oder wir gehen zurück zu den nationalen Grenzen.

schuetze
Neuling
28 Tage 18 h

Alle Länder der Welt lachen uns ja aus. 

Leute von der Küste abholen und nach D/Ö bringen …. 

und ich muss am Flughafen in Wien bei der Passkontrolle mich anstellen und meinen Pass vorweisen. “I demand my rights!”

schuetze
Neuling
28 Tage 18 h

“Derzeit wagen wegen des Sommerwetters und der ruhigen See” 
Beim derzeitigen Einreiseprozedere wird das auch im Winter nicht aufhören. 
Eine Stunden Windstille genügen, um vom libyschen Ufer in die Reichweite der Rettungsboote zu gelangen, und die gibt es auch im Winter immer wieder.

BAS
Neuling
28 Tage 18 h

Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn¹, Bremen am 24.06.2015 auf die Frage: Wie viele Afrikaner kämen nach Europa? Er kommt zum Ergebnis, dass aufgrund der Verdoppelung der afrikanischen Bevölkerung bis 2050 auf ca. 2,4 Mrd. Menschen steigen wird. Er vermutet, dass ca. 250 Mill. Menschen in die EU kommen könnten.

Zivi
Neuling
28 Tage 13 h

“Immer mehr Flüchtlinge wagen die gefährliche Überfahrt”. Was man da nun im Aufmacher liest!! Und dann stellt sich einige Zeilen weiter unten im Text heraus, dass diese meist Illegalen direkt vor der Küste Libyens abgeholt und komfortabel nach Italien geschleust wurden. Mehr Sachlichkeit in den Medien ist wirklich geboten; ist das zuviel verlangt?

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