Carapaz liegt weiter hauchdünn voran

Buitrago gewann harte Bergetappe, Carapaz weiter knapp voran

Mittwoch, 25. Mai 2022 | 18:35 Uhr

Der Kolumbianer Santiago Buitrago hat sich am Mittwoch den Tagessieg auf der 17. Etappe des Giro d’Italia geholt, Richard Carapaz bleibt indes weiter im Rosa Trikot des Führenden. Der Ineos-Profi aus Ecuador reihte sich auf der drittletzten Bergetappe als Fünfter unmittelbar vor seinem schärfsten Rivalen Jai Hindley ein. Dem Australier fehlen damit nach wie vor drei Sekunden auf den Olympiasieger. In Szene setzen konnte sich auch der Osttiroler Felix Gall als Elfter.

Der Profi des französischen Teams AG2R hielt sich lange in einer Spitzengruppe auf. Gemeinsam mit 24 anderen Fahrern setzte sich Gall rund 150 km vor dem Ziel ab. Die Fluchtgruppe reduzierte sich vor der vorletzten Bergwertung auf acht Mann mit Gall. Im harten Schlussanstieg ins Ziel auf über 1.100 Metern Höhe konnte der Österreicher das Tempo dann nicht mehr mitgehen. Etwas über drei Minuten fehlten Gall nach 168 km mit über 3.500 Höhenmetern nach Lavarone auf Sieger Buitrago. Der gewann 35 Sekunden vor dem Niederländer Gijs Leemreize.

“Es war heute ein superschwerer Tag. Ich hatte nach einer Woche wieder die Beine, dass ich das Rennen mitgestalten kann”, meinte Gall nach der Etappe. Auf dem letzten Anstieg habe er nur danach getrachtet, das eigene Tempo zu fahren. “Ich habe das Maximum rausgeholt.” Einziger Wermutstropfen blieb der im Zielsprint verpasste Platz in den Top 10. “Das ist das Einzige, was ich besser hätte machen können”, sagte Gall.

Hinter Carapaz und Hindley hat der Spanier Mikel Landa bereits über eine Minute Rückstand auf das Führungsduo. Zu den Verlierern des Tages gehörte der Portugiese Joao Almeida, der über eine Minute auf Carapaz verlor und auf den vierten Gesamtrang zurückfiel. “Es war richtig hart. Ich bin zufrieden, dass ich einen weiteren Tag im Führungstrikot fahren kann”, sagte Carapaz im Ziel. Aufgeben musste der Brite Simon Yates. Den zweifachen Etappensieger plagen nach einem Sturz in der Vorwoche Probleme mit dem Knie.

Nach den beiden Bergetappen zu Beginn der letzten Giro-Woche wird es am Donnerstag wieder flacher. Die 18. Etappe führt über 156 km von Borgo Valsugana nach Treviso in die Nähe von Venedig und ist die potenziell letzte Chance für die Sprinter. Danach folgen nochmals zwei Teilstücke in den Bergen und das abschließende Zeitfahren in Verona.

Von: APA/sda/Reuters

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