Unmut in vielen Regionen wegen neuer Anti-Covid-Maßnahmen

Corona – Friaul protestiert gegen Verschärfung der Restriktionen

Samstag, 14. November 2020 | 09:35 Uhr

Nachdem die italienische Regierung in mehreren Regionen weitere Anti-Corona-Restriktionen beschlossen hat, wächst der Protest in Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien. Friauls Präsident Massimiliano Fedriga bezeichnete den Regierungsbeschluss, seine Region als “orange” mit mittelhohem Risiko einzustufen, als “unbegreiflich”, denn in seiner Region steige die Infektionsrate nicht mehr so stark wie in den vergangenen Tagen.

“Erst am Donnerstag habe ich im Einklang mit dem Gesundheitsministerium eine neue Verordnung erlassen, weil wir verantwortungsvolle Personen sind. In anderen Regionen ist die Lage viel schlimmer als bei uns. Weitere Restriktionen sind nicht notwendig”, sagte Fedriga.

In der mittleren Risikozone (orange), zu der Friaul, Sizilien und Umbrien in Mittelitalien gehören, sind Einkaufszentren, Bars und Museen geschlossen. Die Menschen dürfen ihre Region nur unter Angabe bestimmter Gründe verlassen.

Am Freitag erklärte die Regierung in Rom die Toskana und das süditalienische Kampanien mit Neapel zur “roten Zone”. Damit wird de facto ein “Teil-Lockdown” verhängt. In den “roten Regionen”, zu denen bereits Südtirol, die Lombardei, der Piemont, das Aostatal und Kalabrien in Süditalien zählen, müssen die Menschen weitgehend zu Hause bleiben, außer um etwa zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Alle Geschäfte, mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken, Trafiken und Zeitungskiosken sind geschlossen.

Die Toskana protestierte gegen den “Teil-Lockdown”. Der Präsident der mittelitalienischen Region, Eugenio Giani, reagierte auf den Regierungsbeschluss “überrascht und verbittert”, denn in den letzten Tagen habe sich ein Trend zu einer leichten Besserung der Epidemiekurve abgezeichnet. “Ich bin sicher, wir hätten den Infektionsanstieg auch ohne den Teil-Lockdown meistern können”, meinte Giani.

Anders sieht die Situation die süditalienische Region Kampanien, die seit Tagen mit einer schwierigen Lage in ihren stark belasteten Krankenhäusern konfrontiert ist. ”Neapel und Kampanien hätten angesichts der prekären Lage ihres Gesundheitswesens schon längst zur roten Region erklärt werden sollen”, kommentierte der neapolitanische Bürgermeister Luigi de Magistris.

Die Großstadt Neapel und Kampanien insgesamt wurden von der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte bisher als Zone mit nur mäßigem Risiko (gelb) eingestuft. Mehrere Politiker hatten das in den vergangenen Tagen scharf kritisiert und vor dem Kollaps der Krankenhäuser gewarnt.

Angesichts der zunehmenden Proteste in den Regionen gegen die Anti-Covid-Restriktionen rief Gesundheitsminister Roberto Speranza zu Geduld auf. “Wir sind uns im Klaren, dass wir Opfer von den Bürgern verlangen, doch das ist der einzige Weg, um einen Ausweg aus dieser Pandemie zu finden”, erklärte der Minister laut Medienangaben.

Von: apa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Corona – Friaul protestiert gegen Verschärfung der Restriktionen"


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giovanocci
giovanocci
Grünschnabel
11 Tage 2 h

wos tatnen mir???

mir braven südtiroler nemm olls hin…

Faktenschlecker
Faktenschlecker
Grünschnabel
11 Tage 57 Min

insriger werd gebettelt hobn dass er rot kriag.super homers stian

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