84 Fälle von Omikron-Variante gemeldet

Italien prüft Verschärfung der Restriktionen

Samstag, 18. Dezember 2021 | 21:05 Uhr

Nachdem am Samstag 84 Fälle der Omikron-Variante gemeldet worden sind, prüft Italien, zusätzliche Anti-Corona-Restriktionen zu ergreifen. Der italienische Premier Mario Draghi habe für den kommenden Donnerstag, den 23. Dezember eine Sondersitzung einberufen, bei der die Anti-Corona-Maßnahmen verschärft werden sollen, kündigte Gesundheits-Staatssekretär Andrea Costa am Samstagabend an.

Geprüft wird die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Freien. Geimpfte könnten für Events in geschlossenen Räumen wie in Diskotheken aufgerufen werden, einen negativen Test vorzuweisen. Die Impfpflicht könnte auf weitere Berufsgruppen ausgedehnt werden. Am Samstag wurden 28.000 Ansteckungen und 123 Todesfälle gemeldet, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind, teilte das Gesundheitsministerium mit.

In Italien ist die Corona-Inzidenz erneut deutlich gestiegen. Mit Stand Donnerstag registrierten die Experten in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 241 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut am Freitag in Rom mitteilte. In der Vorwoche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz 176 betragen. Auch die Belegung auf den Intensiv- und Krankenstationen stieg demnach weiter.

Gesundheitsminister Roberto Speranza ordnete an, dass ab Montag die Regionen Marken, Ligurien, Venetien und die Autonome Provinz Trient in die sogenannte Gelbe Zone fielen. Damit müssen sich die Menschen vor allem auf eine wichtige Änderung einstellen: Maskentragen auch im Freien. In der Gelben Zone sind bereits Südtirol, Kalabrien und Friaul-Julisch Venetien. Rom entscheidet über die Einteilung in die verschiedenen Zonen abhängig von den regionalen Corona-Fallzahlen und Krankenhausbelegungen mit Covid-19-Patienten.

Von: apa