Stopp der Tiroler Transitverbote gefordert

Coronavirus: Italiens Frächter wegen Tirols Gesundheitschecks besorgt

Montag, 09. März 2020 | 16:10 Uhr

Die italienischen Frächter befürchten im Transitverkehr eine schwierige Situation wegen den ab Dienstag geplanten Gesundheitschecks an der österreichisch-italienischen Grenze. “Wir erwarten uns eine schwierige Lage mit gravierenden Auswirkungen auf den Export, dem der Stillstand droht”, berichtete Thomas Baumgartner, Präsident des Frächterverbands ANITA.

Ab Dienstagvormittag sollen zwei mobile Gesundheitscheck-Teams am Brenner – an Autobahn, Landesstraße und im Zugverkehr – sowie an den Grenzen Sillian und Reschenpass punktuelle Gesundheitskontrollen vornehmen, teilte das Land am Sonntag mit. “Wir rechnen mit langen Warteschlangen an der Grenze. Angesichts dieser Notstandslage wäre es nützlich, dass Tirol auf alle Fahrverbote verzichten würde, damit die italienischen Frächter die Waren für den nordeuropäischen Markt ohne weitere Hindernisse liefern können”, so der Südtiroler in einer am Montag veröffentlichten Presseaussendung.

Der Frächterverband Conftrasporto versicherte, dass Italiens Logistik- und Transportbranche alle Vorsichtsmaßnahmen gegen die Epidemie respektiere. Auch in der sogenannten Sperrzone in der Lombardei und in 15 norditalienischen Provinzen gebe es in Sachen Logistik keine Probleme. Lkw-Fahrer würden Atemschutzmasken und Handschuhe bei der Warenlieferung tragen.

Von: apa