Region widersetzt sich Rom

Restaurants: Trentino beharrt auf Sperrstunde um 22.00 Uhr

Freitag, 30. Oktober 2020 | 16:00 Uhr

Die autonome Provinz Trient widersetzt sich der von der Regierung in Rom beschlossenen Sperrstunde um 18.00 Uhr. Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti verabschiedete eine Verordnung, laut der Restaurants bis 22.00 Uhr offen bleiben dürfen. Bars müssen um 20.00 Uhr schließen. Gegen diesen Beschluss droht die Regierung in Rom mit Einspruch vor Gericht, berichteten Medien am Freitag.

Ab (morgigem) Samstag bis 24. November kommt es in Südtirol zu einem “Lockdown light”. Bars, Eissalons und Konditoreien müssen samstags und sonntags geschlossen bleiben, werktags müssen sie wie die Geschäfte – außer Lebensmittelläden – und Restaurants um 18.00 Uhr schließen, beschloss die Landesregierung. Konzerte und Aufführungen sind ab Samstag nicht mehr möglich, die Kinos schließen.

“Wir haben leider eine sehr schlechte Entwicklung. Wir müssen jetzt eingreifen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Denn wir wollen Arbeitsleben, Kindergarten und Schule aufrechterhalten”, so der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Italien hat im Kampf gegen die stark steigenden Infektionszahlen beschlossen, das öffentliche Leben weiter einzuschränken. Kinos, Theater, Spielhallen, Klubs, öffentliche Sportstätten und Schwimmbäder wurden gänzlich dichtgemacht. Die Italiener werden aufgefordert, möglichst nicht auszugehen und zu Hause die Kontakte zu Personen außerhalb der eigenen Familie einzuschränken. Gegen die Maßnahmen, die vorerst bis 24. November gelten, sind landesweite Proteste ausgebrochen.

Von: apa