Wertgegenstände aus dem Schiff sind verloren gegangen

Costa-Concordia-Passagiere beklagen Verschwinden von Tresors

Montag, 05. September 2016 | 09:14 Uhr

Französische Überlebende der Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia vor der toskanischen Insel Giglio im Jahr 2012 klagen wegen des Verschwindens von Geld, Schmuck und elektronischen Geräten aus den Tresors ihrer Kabinen an Bord des Luxusliners. Zwar hat die Reederei Costa Crociere, Betreiberin des Schiffes, den Passagieren einige ihrer Besitztümer zurückgegeben, die sich an Bord befanden.

Es würden jedoch noch sehr viele Gegenstände fehlen, vor allem Geld und Schmuck, berichtete Anne Decre, die 390 französische Überlebende der Costa Concordia vertritt. “Alle Tresors der Kabinen auf dem oberen Deck des Schiffes sind verschwunden”, berichtete Decre nach Angaben italienischer Medien.

Costa Crociere wies jegliche Verantwortung zurück. Zwei Jahre lang sei das vor Giglio havarierte Schiff unter Aufsicht der italienischen Justizbehörden gestanden. Danach sei das Wrack einem Konsortium zur Zerstückelung im Hafen Genuas verkauft worden. Die Bergung der Tresors sei unter Aufsicht der italienischen Küstenwache erfolgt. Einige Teile des obersten Decks seien verloren gegangen.

Die Mehrheit der französischen Passagiere an Bord des Schiffs hätten eine Entschädigung für den Verlust ihrer Gegenstände an Bord erhalten. Die Entschädigung lag bei 11.000 Euro, berichteten italienische Medien. Laut Decre hatte sich Costa Crociere jedoch auch zur Rückerstattung der in den Tresors aufbewahrten Gegenständen verpflichtet.

Das Schiff war im Juli 2014 von der toskanischen Insel Giglio nach Genua geschleppt worden. Die Costa Concordia hatte im Jänner 2012 vor Giglio einen Felsen gerammt und war leckgeschlagen. 32 Menschen kamen ums Leben. An Bord befanden sich auch 77 Österreicher, die sich alle retten konnten. Kapitän Francesco Schettino wurde wegen des Unglücks zu 16 Jahren Haft verurteilt, will aber noch einmal in Berufung gehen.

Von: apa

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