"Thema erst nach Regierungswechsel in Österreich angehen"

Doppel-Pass – Alfano: Werden ausgewogene Lösung finden

Donnerstag, 07. Dezember 2017 | 17:55 Uhr

Der italienische Außenminister Angelino Alfano hat sich betont vorsichtig zur derzeitigen Debatte über eine mögliche Doppelstaatsbürgerschaft der Südtiroler geäußert. “Wir denken, man muss darüber nachdenken, wie man allen Seiten Zufriedenheit und Garantien geben kann”, sagte Alfano am Donnerstag am Rande der OSZE-Ministertagung in Wien gegenüber APA und ORF.

Italien habe bezüglich Südtirol “immer mit großer Vorsicht alle Lösungen abgewogen” und werde “auch in dieser Situation eine ausgewogene Lösung finden”, so der italienische Außenminister. Das Thema wolle Rom aber erst angehen, wenn die neue österreichische Regierung im Amt sei. Deshalb sei diese Frage auch kein Thema bei einem bilateralen Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag am Rande der Konferenz gewesen, so Alfano. “Ich respektiere die institutionellen Regeln und werde das Thema dann im Jänner angehen, wenn er im Amt ist”, so Alfano.

Die Forderung nach einem Doppelpass ist kürzlich von Südtiroler Politikern erneut erhoben worden, die sich von einer Regierungsbeteiligung der FPÖ einen entsprechenden Beschluss erhoffen. Die FPÖ drängt schon seit Jahren darauf, dass Südtiroler zusätzlich zur italienischen auch die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten sollen.

Von: apa

Bezirk: Bozen