Tagessieg an Tejay Van Garderen

Dumoulin behielt in Dolomiten Giro-Führung

Donnerstag, 25. Mai 2017 | 17:56 Uhr

Der Niederländer Tom Dumoulin hat auch nach der Fünf-Pässe-Fahrt in den Dolomiten das Rosa Trikot des 100. Giro d’Italia behalten. Der 26-Jährige erreichte am Samstag nach 137 Kilometern der 18. Etappe das Ziel in St. Ulrich im Grödnertal vor seinen größten Rivalen Nairo Quintana (COL) und Vincenzo Nibali (ITA). Dieses Trio hatte 1:06 Minuten Rückstand auf Tagessieger Tejay van Garderen (USA).

In der Gesamtwertung führt Dumoulin weiter 31 Sekunden vor Quintana und 1:12 Minuten vor Vorjahressieger Nibali. Weil sich die Topfavoriten im Finish belauerten, zogen die übrigen Mitglieder der Gruppe der Asse davon. So reduzierte der viertplatzierte Franzose Thibaut Pinot seinen Rückstand um fast eine Minute auf 1:36 Minuten, die weiteren Verfolger Ilnur Sakarin (RUS) und Domenico Pozzovivo (ITA) rückten Dumoulin bis auf 1:58 bzw. 2:07 Minuten nahe. Die 19. und drittletzte Etappe führt am Freitag von Innichen nahe der österreichischen Grenze zur Bergankunft in Piancavallo.

Dumoulin erwies sich neuerlich auch in den Bergen als enorm stark. Er hielt auch ohne Helfer des Sunweb-Teams das von drei Movistar-Teamkollegen Quintanas auf den letzten zwei Bergwertungen angeschlagene Tempo mit. Diese Anstiege waren für eine Attacke des Kletterers Quintana auch nicht steil genug. Im Finale konterte Dumoulin sogar einen Vorstoß des Kolumbianers. Dieser und Nibali wollten danach keine Führungsarbeit leisten, auch Dumoulin schaltete zurück und so kamen Pinot und Co. weg.

Bergspezialist Patrick Konrad hatte es nicht in die Gruppe des Gesamt-Führenden geschafft. Der Niederösterreicher landete als bestplatzierter ÖRV-Profi schließlich an der 25. Stelle (+5:06 Min.). In der Gesamtwertung büßte der Bora-Profi einen Rang ein und war 19. (+30:50), zwei Plätze vor Van Garderen.

Van Garderen feierte im Sprint vor seinem Fluchtgefährten Mikel Landa (ESP) seinen ersten Etappensieg in einer der drei großen Rundfahrten. Der 28-Jährige hatte sich bisher immer auf das Gesamtklassement konzentriert. Landa, der Führende der Bergwertung, musste sich wie schon auf der Königsetappe nach Bormio mit dem zweiten Rang begnügen.

Von: apa