Der Mann leidet unter psychischen Problemen

Entführtes Baby: Vater wieder auf freiem Fuß

Samstag, 18. April 2015 | 18:43 Uhr

Albacete – Der 38-jährige Enzo Costanza aus Turin, der seinen 17 Tage alten Sohn entführt hat, konnte in der spanischen Stadt Albacete festgenommen werden. Der Mann steht laut Medienberichten unter psychiatrischer Behandlung.

Dem Mann war ein Telefongespräch mit seiner Frau zum Verhängnis geworden. Er hatte der Frau versichert, dass es dem kleinen Matteo gut gehe.

Darauf konnte Costanza von den Ermittlern lokalisiert werden. Auch Kreditkartenbewegungen hatten Aufschluss über den Aufenthaltsort des Mannes gegeben.

Das Kind soll unterdessen wohlauf sein. Es sei zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es vonseiten der Polizei.

Mittlerweile ist der 38-Jährige laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa in Spanien wieder aus der Haft entlassen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Das Gericht von Albacete, das den Mann im Schnellverfahren nach der Festnahme wegen Kindesentführung verurteilt hatte, sah es als erwiesen an, dass die Umstände für eine weitere Inhaftierung nicht gegeben sind.

Costanza wird mit seinen Angehörigen sobald wie möglich zurück nach Italien kehren. Seine Frau Stefania wird ihn mit dem gemeinsamen Sohn allerdings nicht begleiten.

In Turin soll der Mann von der Staatsanwaltschaft vernommen werden, die gegen ihn wegen Kindesentführung ermittelt. Der Vorwurf könnte im Verlauf der Vernehmung allerdings abgeändert werden. Bei seiner Rückkehr nach Italien riskiert Costanza keine weitere Haft.

Seit seiner Haftentlassung in Spanien darf er auf freiem Fuß bleiben. Seine Frau erklärte laut Ansa, dass sie ihrem Mann verziehen habe. Er sei ein guter Vater und habe das Kind gut behandelt.

Von: ©mk