Jesolo verspricht seinen Gästen, Geld zurückzuzahlen, sollte es regnen

Entweder braune Haut oder volle Brieftasche

Donnerstag, 30. Juni 2016 | 12:06 Uhr

Jesolo – Die noch junge Sommersaison ist an der nördlichen Adria bisher nicht nur sprichwörtlich ein Schlag ins Wasser. Wegen des schlechten Wetters haben die sonst bereits im Juni besonders bei Deutschen und Österreichern beliebten Stränden in der Umgebung Venedigs, heuer Einbußen von 15 bis 18 Prozent zu verbuchen.

Einige Strandbäder wurden sogar von Unwettern und einer Windhose verwüstet – SüdtirolNews hat berichtet.

Nach mehreren Wochen mehr oder weniger schlechten Wetters ist daher die Verzweiflung bei den Tourismustreibenden groß, sodass sie versuchen durch Sonderrabatte und weiteren Vergünstigungen wie vorgemerkten Parkplätzen, mehr Sonnenhungrige auf die Strände zu locken.

Das kurioseste Angebot aber nennt sich "Abbronzati o rimborsati" (zu deutsch braun gebrannt oder Geld zurück), das sich die Touristiker von Jesolo ausgedacht haben. Der Deal beinhaltet die Rückerstattung des für die Miete des Sonnenschirms und der Liegestühle bezahlten Geldes, falls es an besagten Tag regnen sollte.

Das Angebot gilt nur für die Onlinereservierung und funktioniert folgendermaßen: Der Kunde zahlt bei der Buchung einen Euro mehr als der veranschlagte Preis und erhält, sollte es am gebuchten Strandtag zwischen 11.00 Uhr vormittags und 17.00 Uhr nachmittags mehr als drei Millimetern regnen, die gesamte Summe zurück.

Der Präsident von Jesolo Turismo, Luca Boccato, erhofft sich durch diese und andere Maßnahmen Jesolo zu einem in ganz Europa beliebten Badeort zu machen, der imstande ist sich mit den besten seiner Art zu messen. Allerdings muss dann auch, Geld hin und Rückerstattung her, auch das Wetter stimmen.

Von: ©ka