Bei dem Unglück am Sonntag starben 14 Menschen

Ermittlung gegen Personal nach Seilbahnunglück

Mittwoch, 26. Mai 2021 | 05:44 Uhr

Die Staatsanwaltschaft der piemontesischen Stadt Verbania, die mit der Untersuchung des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore am Sonntag mit 14 Todesopfern beauftragt worden ist, hat Ermittlungen gegen einige Bedienstete der Betreibergesellschaft der Seilbahn Stresa-Mottarone aufgenommen. Vermutet wird ein menschlicher Fehler hinter dem Unglück.

Einige Bediensteten wurden von den Ermittlern im Beisein ihrer Anwälte vernommen, berichteten italienische Medien. Die Staatsanwälte wollen ergründen, warum nach dem Kabelriss die Notbremse der Seilbahn nicht funktioniert hat. Der Verdacht lautet auf Fahrlässigkeit.

Eine Seilbahn-Kabine mit 15 Personen an Bord war kurz vor Erreichen der Gipfelstation am Berg Mottarone abgestürzt, nachdem das Seilbahn-Kabel gerissen war. Nur ein Insasse, ein fünfjähriger Bub, überlebte schwer verletzt. Er kämpft in einem Krankenhaus in Turin um sein Leben.

Die Unglücksursache ist bisher unklar. Der Betreibergesellschaft zufolge war die Notbremse der Seilbahn erst Anfang des Monats zuletzt gewartet worden, eine Notfallübung mit einem simulierten Kabel-Riss und Notbremsenaktivierung sei im Dezember erfolgreich verlaufen.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Ermittlung gegen Personal nach Seilbahnunglück"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
28 Tage 12 h

Es ist einfach schlimm, sollte sich der Verdacht erhärten daß von seiten des Personals Nachlässigkeit am Arbeitsplatz nach gewiesen wird, dann es einfach nicht nachvoll ziehbar, denn man hat immer ein mulmiges Gefühl wenn man eine Gondel oder sonst eine Seilbahn betritt, aber man vertraut ja dem Personal und ist sich dabei sicher dass sie ihre Arbeit Verantwortungsvoll machen

Faktenchecker
28 Tage 1 h

Das wahr wahrscheinlich keine Nachlässigkeit sondern Vorsatz aus Habgier.

Faktenchecker
28 Tage 11 h

Wenn sich das mit der Bremssperre bestätigt, wird jemand seines Lebens nicht mehr gfroh sein.

sophie
sophie
Universalgelehrter
28 Tage 10 h

Sollte sich wirklich bestätigen wie vor kurzem in den Nachrichten gemeldet, dass die Verantwortlichen der Seilbahn schon seit einanhalb Monaten wussten dass das Bremssystem defekt war, dann hört sich die Gemütlichkeit auf. Einfach schrecklich wenn wegen unverantwortlichem Personal so viele Familien so zerstört wurden und Personen sterben mussten, eifach nur schlimm

Anduril61
Anduril61
Tratscher
28 Tage 14 h
Ausgehend von den Fakten die in den Medien publiziert werden geh ich auch davon aus das zumindest 50 % der Schuldfrage auf menschliches Versagen bzw. fahrlässiges Handeln zurück zuführen ist. Dass das Zugseil gerissen ist war sicher ein Unglück oder Materialfehler, dass die automatische Notbremse ausser Betrieb war, da hat wohl jemand geschlamt…..Leider passiert es immer wieder und in den verschiedensten Branchen das Sicherheitssysteme deaktiviert oder gar demontiert werden da sie bei der täglichen Arbeit oft störend wirken. Oder Paniktüren die mit Ketten Verriegelt werden und sich die Türen im Notfall nicht öffnen lassen, Brandschutztüren die mit Holzklötzen offen gehalten… Weiterlesen »
nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
28 Tage 7 h

Wenn wahr ist, was in den Medien kursiert… dann war das kein menschliches Versagen sondern reines kriminelles Handeln!!!

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