"Er hat Angst geschürt und jetzt will er die Migrationslinie bestimmen"

Italienischer Staatssekretär kritisiert Kurz’ Flüchtlingspolitik als “hetzerisch”

Mittwoch, 27. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Rom/Wien – Der Österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) muss wegen seiner Linie in Sachen Flüchtlingskrise erneut Kritik aus Italien einstecken. Der Staatssekretär im italienischen Außenministerium, Benedetto Della Vedova, kritisierte Kurz’ Aussage im Interview mit der Bild-Zeitung, nach der die EU-Mitgliedstaaten selbst entscheiden sollten, ob und wie viele Menschen sie aufnehmen.

Dass jedes Mitgliedsland selbst entscheide, ob und wie viele Flüchtlinge es aufnehmen soll, verhindere eine europäische Migrationspolitik, schrieb Della Vedova auf Facebook. Er bezeichnete Kurz’ Politik als hetzerisch. “Als Außenminister hat Kurz gefordert, Flüchtlinge auf Lampedusa sitzen zu lassen. Er hat mit der Panzer-Entsendung am Brenner gedroht. Er hat Angst geschürt und jetzt will er die Migrationslinie bestimmen. Dies mithilfe einiger Länder, die beträchtliche EU-Beiträge erhalten”, meinte Della Vedova in Anspielung auf einige osteuropäische Länder.

Von: apa