Velasquez 2015 am Grab von Escobar

Escobars Auftragsmörder verspottet den Papst

Sonntag, 10. September 2017 | 10:39 Uhr

Jhon Jairo Velasquez, Auftragsmörder und rechte Hand des legendären kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar, hat während des Besuches von Papst Franziskus in Kolumbien mit einem beleidigenden Tweet für Empörung gesorgt. Laut Kathpress bezeichnete Velasquez den Papst darin als Verrückten.

“Hallo Polizei. Bitte. Es gibt einen Verrückten, der mit Betrügern rumhängt und eine Menschenmenge betrügt. Verhaftet ihn. Er heißt Bergolio und sagt, er wäre ein Pastor”, schrieb Velasquez, dem dabei ein Fehler in der Schreibweise des bürgerlichen Namens des Papstes, Jorge Mario Bergoglio, unterlief.

Velasquez, in Kolumbien auch unter seinem Spitznamen “Popeye” bekannt, erklärte später, er habe mit seiner Aussage die Unterstützung des Papstes für die Präsidenten Evo Morales von Bolivien und Nicolas Maduro von Venezuela kritisieren wollen, die er ebenfalls als Betrüger bezeichnete. Der Tweet rief zahlreiche Proteste in den sozialen Netzwerken hervor.

Velasquez wurde wegen des Mordes an dem Präsidentschaftskandidaten Luis Carlos Galan zu 30 Jahren Haft verurteilt. Er gab zu, Drahtzieher für die Ermordung von rund 3.000 Menschen gewesen zu sein und selbst bis zu 300 Menschen ermordet zu haben. 2004 kam er nach Verbüßung des Großteils seiner Haftstrafe auf freien Fuß. Seitdem betätigt er sich als Blogger, Autor und provoziert dabei immer wieder mit Tabubrüchen und radikalen politischen Ansichten.

Am Rande seines Besuches im kolumbianischen Medellin ging Franziskus am Samstag auch auf das Drogenproblem in der zweitgrößten Stadt des Landes ein. Bei einem Treffen mit Priestern, Ordensleuten und Seminaristen beklagte er, durch “Drogenkiller” werde das Leben unzähliger junger Menschen zu Abfall gemacht. Zugleich bat er um “Vergebung für diejenigen, die die Illusionen so vieler Menschen zerstörten”. Medellin war über Jahrzehnte Sitz eines der mächtigsten Drogenkartelle.

Von: apa

Kommentare

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13 Kommentare auf "Escobars Auftragsmörder verspottet den Papst"


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Eppendorf
Eppendorf
Superredner
13 Tage 12 h

Die Päpste haben maßgeblichen Anteil am Elend Afrikas, das sie Verhütung verbieten. In allen Staaten, welche die Päpste besucht haben, sind die Aids- und Geburtenraten am höchsten.

Ralph
Ralph
Tratscher
13 Tage 8 h

@D eppendorf: hast wohl in der Schule nicht aufgepasst! Kolumbien ist NICHT in Afrika…

Shakespeare
Shakespeare
Tratscher
13 Tage 3 h

@Ralph wo hat er das denn behauptet?

myopinion
myopinion
Grünschnabel
13 Tage 3 h

Bitte die Quelle dazu angeben, sonst muss man davon ausgehen, dass das fake News sind.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
13 Tage 2 h

@Shakespeare
Nirgends, er freut sich aber mit seinen Geographiekenntnissen hausieren zu gehen.

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
13 Tage 2 h

@myopinion
Dies sind keine News.

vitus
vitus
Neuling
13 Tage 12 h

? Do prahlt oaner mit 300 Menschenmorde und isch auf freiem Fuß? Zem hot die Justiz a Problem!

Shakespeare
Shakespeare
Tratscher
13 Tage 3 h

3000 nicht 300

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
13 Tage 13 h

Wie gut, das der Papst seine Friedensbotschaft in dieses Land gebracht hat, denn mit einem klaren Menschenverstand ist es nicht zu begreifen, was in Kolumbien 50 Jahre passierte. Da werden 220.000 Menschen umgebracht, weil jede Seite davon überzeugt ist, dass sie die richtigen Programme zu bieten hat. Geiselnahme, Drogenhandel und Morde am Fließband. Für mich hat das alles nichts mehr mit Zivilisation zu tun.
Leider lernen Menschen sehr langsam. Am wenigsten aus der Vergangenheit.

Staenkerer
13 Tage 5 h

wer so viel aufn kerbholz hot sollte gonz, gonz still sein!!!

Shakespeare
Shakespeare
Tratscher
13 Tage 3 h

richtig bei dem was Christen verbrochen haben sollte die selbsternannte Inkarnation Gottes echt die Klappe halten.

bergeistod
bergeistod
Tratscher
12 Tage 17 h

@Shakespeare Du bist auch Christ und verleugnest es. Kein Deutscher verleugnet seine Nationalität obwohl seiner schwerlastigen Geschichte wie du deine christliche Kultur.

Savonarola
Savonarola
Superredner
12 Tage 16 h

@Shakespeare
und das hören wir jetzt bis in alle Ewigkeit, oder?

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