Der US-Amerikaner starb nach einem Fahrradunfall

Ex-MotoGP-Weltmeister Hayden nach Verkehrsunfall gestorben

Montag, 22. Mai 2017 | 20:44 Uhr

Ex-MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden ist am Montag nach Auskunft des Maurizio-Bufalini-Krankenhauses in Cesena verstorben. Der US-Amerikaner erlag im Alter von nur 35 Jahren den Folgen eines Fahrradunfalls von Mittwoch. Hayden war bei Riccione nahe Rimini bei einer Fahrradtour mit einem Auto kollidiert, im Spital ist er u.a. wegen multipler Hirntraumata ins künstliche Koma versetzt worden.

Der ehemalige Weltklasse-Motorradfahrer hatte den MotoGP-Titel 2006 geholt, war bis 2015 in der “Königsklasse” engagiert. Er feierte drei Siege und fuhr insgesamt 28-mal auf das Podest. Seit dem vergangenen Jahr startete er für Honda in der Superbike-WM.

Die Reaktionen der Motorsportkollegen ließen nach der Nachricht vom Tod von Hayden aus Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky – er wurde auch “Kentucky Kid” genannt – nicht lange auf sich warten. “Nach dieser Nachricht bin ich niedergeschlagen”, schrieb der dreifache spanische MotoGP-Weltmeister Marc Marquez. “Wir werden dich nie vergessen.” Marquez’ Landsmann Dani Pedrosa, aktuell Zweiter der MotoGP-Saisonwertung, twitterte: “Du bist immer in meinem Herzen, Champion. Ruhe in Frieden, Nicky.”

“Ein wahrer Champion auf und abseits der Strecke, Hayden wird zutiefst vermisst werden”, erklärte MotoGP in einer Mitteilung. Bereits beim WM-Lauf von Frankreich in Le Mans am Wochenende hatten sich die Fahrer erschüttert von Haydens Unfall gezeigt. Sie trugen zum Zeichen des Mitgefühls mit dem 1,73 m großen Champion von 2006 dessen frühere Startnummer 69 an Rennkleidung, Helm oder Motorrad.

Verschiedene Familienmitglieder waren nach dem Unfall nach Italien geflogen, unter ihnen Haydens Mutter und sein Bruder. Als Hayden um 18.09 Uhr starb, waren die Verlobte Jackie, Mutter Rose und Bruder Tommy bei ihm. Der Radunfall hatte sich nach einem Motorradrennen auf dem nahen Imola-Rundkurs ereignet. Der Aufprall war so heftig, dass die Frontscheibe des schwarzen Peugeot barst. Der 30-jährige Fahrer des Wagens musste in einer Untersuchung gegenüber der örtlichen Justiz aussagen.

Von: APA/ag.