Mit Pkw absichtlich in den Fluss gefahren? – VIDEO

Femizid: Ehemann nach Ertrinkungstod seiner Frau festgenommen

Donnerstag, 21. April 2022 | 08:05 Uhr

Fara Gera d’Adda – Wenige Stunden nachdem seine Frau ertrunken war, wurde der 49-jährige Carlo Fumagalli wegen vorsätzlicher Tötung unter erschwerenden Umständen festgenommen.

Die Carabinieri hegen den schweren Verdacht, dass Carlo Fumagalli sein Fahrzeug, in dem auch seine Frau, die 44-jährige Romina Vento, saß, absichtlich in den Fluss Adda lenkte. Während sich der mutmaßliche Täter ans Ufer retten konnte, ertrank Romina Vento in den Fluten. Romina Vento hinterlässt eine 15-jährige Tochter und einen zehnjährigen Sohn.

ANSA/WEB/Carlo Fumagalli, Romina Vento

Schauplatz des mutmaßlichen Femizids war der Fluss Adda im Gemeindegebiet von Fara Gera d’Adda in der Nähe von Bergamo. Es war am späten Dienstagabend, als ein Fahrzeug in den Fluss stürzte. Für die 44-jährige Romina Vento, die sich im Wagen befand, kam jede Hilfe zu spät. Ihre Leiche wurde rund 300 Meter vom Fahrzeugwrack entfernt von Tauchern der Feuerwehr aus dem Fluss geborgen. Das, was auf den ersten Blick wie ein Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang aussah – so der Verdacht der Staatsanwaltschaft und der Carabinieri – entpuppte sich später aber als Mord.

Passanten, die Augenzeugen des Unfalls geworden waren, gaben an, dass der Unfallwagen – ein weißer Peugeot – zuerst auf der Uferstraße entlanggefahren wäre. Anschließend – so die Zeugen – hätte der Fahrer des Peugeot seinen Wagen durch eine Öffnung zwischen den Leitplanken mit hoher Geschwindigkeit direkt in den Fluss gelenkt. Obwohl die Adda aufgrund der herrschenden Trockenheit wenig Wasser führt, verschwand der weiße Peugeot Kombi fast bis zum Dach in den Fluten.

YouTube/Local Team

Die zutiefst erschrockenen Augenzeugen schlugen sofort Alarm und verständigten die Rettungskräfte. Im Licht der Taschenlampen ihrer Smartphones sahen die Unfallzeugen einen Mann, der schwimmend das andere Ufer erreichte und im Ufergebüsch verschwand. Einige Zeugen erklärten, dass sie die Hilfeschreie einer Frau und Rufe des Mannes nach seinem Sohn gehört hätten.

Da sie befürchteten, dass sich neben der Frau auch ihr zehnjähriger Sohn im Wagen befand, suchten die eingetroffenen Rettungskräfte und die Taucher der Feuerwehr im Dunkel der Nacht fieberhaft den ganzen Fluss ab. Zum Glück stellte sich aber heraus, dass der Bub zusammen mit seiner 15-jährigen Schwester zu Hause bei einer Tante war.

YouTube/Local Team

Besonders traurig ist aber, dass die 15-Jährige aus den sozialen Netzwerken, in denen ein Foto des in der Adda versunkenen Peugeot aufgetaucht war, vom tragischen Tod ihrer Mutter erfahren musste.

Nach etwa einer Stunde Suche bargen die Rettungstaucher die 44-Jährige aus dem Fluss. Für Romina Vento kam jede Hilfe spät. Dem Notarzt blieb nur mehr die traurige Aufgabe, den Tod der zweifachen Mutter festzustellen. Die Leiche der Frau wurde für die Autopsie in das Krankenhaus von Bergamo gebracht.

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Posted by Tg3 on Wednesday, April 20, 2022

Die zusammen mit den Rettungskräften eingetroffenen Carabinieri von Treviglio machten sich sofort auf die Suche nach dem flüchtigen Mann.

Rund drei Stunden nach dem Unfall konnte Carlo Fumagalli, der mitten in der Nacht auf den Landstraßen der Umgebung umherirrte, von den Beamten aufgespürt werden. Der 49-Jährige wurde in Gewahrsam genommen und für eine erste Vernehmung auf die Carabinieristation von Treviglio gebracht. Folgende Ermittlungen und Verhöre, die die ganze Nacht andauerten, ermöglichten es den Carabinieri, den wahrscheinlichen Tathergang zu rekonstruieren und Carlo Fumagalli als mutmaßlichen Verantwortlichen für den Ertrinkungstod seiner Frau zu identifizieren. Mit dem begründeten Verdacht, seine Frau Romina Vento ermordet zu haben, wurde Carlo Fumagalli am frühen Mittwochmorgen wegen vorsätzlicher Tötung unter erschwerenden Umständen festgenommen.

Über das mögliche Tatmotiv kann derzeit nur spekuliert werden. Ersten Erkenntnissen zufolge hätte Romina Vento beschlossen, Carlo Fumagalli, der als eifersüchtig beschrieben wird, zu verlassen.

Von: ka

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5 Kommentare auf "Femizid: Ehemann nach Ertrinkungstod seiner Frau festgenommen"


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Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 5 Tage

Wahnsinn, arme Kinder. Möge sie ruhen in Frieden und er lebenslänglich hinter Gitter!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Italien hat ein offensichtliches Problem mit eifersüchtigen Ehemännern, die es nicht ertragen können, wenn Frauen nicht (mehr) ihr Eigentum sein wollen, sondern über ihre Zukunft selbst entscheiden möchten. Da brennen allzu oft die Sicherungen der narzistisch gekränkten Machos durch!

la bernarda
la bernarda
Neuling
1 Monat 5 Tage

Frauen können selbst entscheiden und wollen nicht von Männern gesteuert werden.

Zugspitze947
1 Monat 3 Tage

la bernarda: ja so ist es ! Männer die sowas tun oder die Frau als Besitz betrachten sind primitive FEIGLINGE und VERSAGER= PFUI ! 🙁 Viel Kraft den Kindern und den Angehörigen 🙂

prontielefonti
prontielefonti
Superredner
1 Monat 5 Tage

Jo orme Kinder!

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