Fiat Chrysler mit soliden Zahlen

Fiat Chrysler hat erneut Gewinnsprung erzielt

Dienstag, 24. Oktober 2017 | 15:19 Uhr

Dem italo-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler haben im dritten Quartal vor allem seine SUV-Modelle Auftrieb gegeben. In dem Zeitraum Juli bis September legte der bereinigte operative Gewinn (Ebit) um 17 Prozent auf knapp 1,76 Mrd. Euro zu, wie Fiat Chrysler am Dienstag mitteilte.

Unter anderem profitierte der Autobauer von einer Versicherungszahlung im Zusammenhang mit der schweren Explosion im chinesischen Tianjin im Sommer 2015. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 910 Mio. Euro. Das waren 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Umsatz sank hingegen aufgrund negativer Währungseffekte wie etwa der Abwertung des britischen Pfunds um zwei Prozent auf 26,4 Mrd. Euro. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Anbieter von Marken wie Jeep, Alfa Romeo, Fiat, Chrysler und der Nobelmarke Maserati. So peilt Fiat Chrysler für 2017 ein bereinigtes Ebit von mindestens sieben Milliarden Euro an.

Fiat Chrysler fokussiert sich auf lukrative SUV-Modelle auf Kosten der traditionellen Limousinen und Fahrzeuge mit Heckklappen. Unternehmenschef Sergio Marchionne will so das Unternehmen auf sein Ausscheiden im April 2019 vorbereiten. Ziel ist es, den Autobauer wegen des Wandels in der Branche in eine bessere Position zu bringen. Marchionne will unter anderem im kommenden Jahr die Trennung von der Komponententochter Magneti Marelli vorantreiben.

Hohe Sonderkosten aus dem Verkauf des Europageschäfts um die deutsche Tochter Opel haben unterdessen dem größten US-Autobauer General Motors (GM) rote Zahlen im dritten Quartal eingebrockt. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 3,0 Mrd. Dollar (2,6 Mrd. Euro) an, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte GM noch 2,8 Mrd. Dollar verdient. Der US-Autoriese musste 2,3 Mrd. Dollar an Steuervorteilen aus der Bilanz ausbuchen, die wegen des im August vollzogenen Verkaufs von Opel und Vauxhall an die französische PSA Gruppe nicht mehr beansprucht werden können.

Doch auch der um Sonderkosten bereinigte Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sank im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar. GM litt insbesondere unter der schwächeren Autokonjunktur im Heimatmarkt Nordamerika. Der konzernweite Umsatz schrumpfte um 14 Prozent auf 33,6 Mrd. Dollar. “Wir haben solide Resultate geliefert, trotz der plangemäß geringeren Produktion in Nordamerika”, sagte GM-Chefin Mary Barra.

Von: APA/dpa