Ausländerfeindliche Partei fordert Ende der NGO-Einsätze im Mittelmeer

Flüchtlinge: Lega Nord will Hafenblockade fordern

Donnerstag, 06. Juli 2017 | 14:25 Uhr

Brenner – Italiens ausländerfeindliche Lega Nord plant am morgigen Freitag (11.30 Uhr) ein Pressegespräch am Brenner, bei der sie ein Anlegeverbot von Flüchtlingsschiffen in Italien fordern will. “Wenn die Ankünfte in Italien nicht sofort gestoppt werden, wird Österreich bald die Grenzschutzmaßnahmen umsetzen, mit denen es droht”, betonte der Lega Nord-Koordinator in Trentino Südtirol, Maurizio Fugatti.

“Wir haben volles Verständnis für Österreich, das im Gegensatz zu Italien seine Grenzen schützt”, meinte Fugatti, der gemeinsam mit circa 40 Südtiroler Lega-Aktivisten am Pressegespräch am Freitag am Brenner teilnimmt. Die Lage am Brenner sei zwar derzeit ruhig. “Sollte der Druck der Flüchtlingsankünfte jedoch weiterhin zunehmen, könnte Österreich gezwungen werden, am Brenner die angekündigten Maßnahmen zum Grenzschutz umzusetzen”, meinte Fugatti am Donnerstag im Gespräch mit der APA.

Den von Italien beim EU-Innenministergipfel in Tallin vorgelegten “Verhaltenskodex” für Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bezeichnete Fugatti als nutzlos. “Auch wenn der Einsatz der NGO-Schiffe strengeren Regeln unterzogen wird, so tragen sie doch weiterhin dazu bei, dass Migranten in Italien ankommen”, kritisierte Fugatti.

Von: apa