Die "Aquarius" erreichte Valencia

Flüchtlinge von der “Aquarius” erreichten Valencia

Sonntag, 17. Juni 2018 | 14:19 Uhr

Nach einer 1.500 Kilometer langen Odyssee über das Mittelmeer ist das Flüchtlingsschiff “Aquarius” in Spanien angekommen. Die “Aquarius” und ihre zwei Begleitschiffe legten am Sonntag in Valencia an. Italien und Malta hatten die “Aquarius” abgewiesen und damit eine neue Krise in der EU-Flüchtlingspolitik ausgelöst. Schließlich erklärte sich Spanien bereit, die 630 Flüchtlinge ins Land zu lassen.

Zuerst traf am Sonntagmorgen das italienische Marineschiff “Dattilo” in Valencia ein. Es hatte nach Angaben des Roten Kreuzes 247 Flüchtlinge an Bord. Gut vier Stunden später legte dann die “Aquarius” an. Das italienische Marineschiff “Orione” folgte schließlich am Nachmittag.

Die Flüchtlinge waren vor einer Woche bei verschiedenen Rettungsaktionen vor der libyschen Küste von der Hilfsorganisation SOS Mediterranee aufgenommen worden. Unter den Geretteten waren elf kleine Kinder, 89 unbegleitete Minderjährige und mindestens sieben Schwangere. Sie kommen nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen aus 26 Ländern, darunter neben afrikanischen Ländern auch Afghanistan, Pakistan und Bangladesch.

Als die “Dattilo” am Hafen anlegte, war an Bord Applaus zu hören. Auf der “Aquarius” wurde bei der Hafeneinfahrt getanzt und gesungen, wie auf einem Video von SOS Mediterranee im Onlinedienst Twitter zu sehen war. Nach dem Anlegen der “Dattilo” gingen zunächst Mediziner an Bord, um die Flüchtlinge untersuchen. Schwangere Frauen und Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Am Hafen standen 2320 Helfer bereit, um die Menschen aufzunehmen, darunter 470 Dolmetscher. Das Rote Kreuz verteilte Decken, Kleidung und Hygieneartikel.

Wie die spanische Regierung am Samstag bestätigte, soll ein Teil der Flüchtlinge von der “Aquarius” nach Frankreich weiterreisen, sofern sie das wollen und die Voraussetzungen für Asyl erfüllen. Frankreich hatte Italiens Weigerung, das Hilfsschiff einlaufen zu lassen, scharf kritisiert. Präsident Emmanuel Macron warf Rom “Zynismus und Verantwortungslosigkeit” vor. Der französische Regierungssprecher Benjamin Griveaux konnte am Sonntag allerdings noch nicht sagen, wie viele Flüchtlinge Frankreich genau aufnehmen wird. Dies werde nun “von Fall zu Fall” geprüft.

Italiens Innenminister Matteo Salvini bekräftigte unterdessen seine Ankündigung, private Rettungsschiffe künftig abzuweisen. Die Hilfsorganisationen sollten wissen, “dass Italien nicht länger Komplize beim Geschäft mit der illegalen Einwanderung sein will”, schrieb der Politiker der fremdenfeindlichen Lega-Partei am Samstag auf Facebook. Die Schiffe sollten sich andere Häfen außerhalb Italiens suchen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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18 Kommentare auf "Flüchtlinge von der “Aquarius” erreichten Valencia"


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aristoteles
aristoteles
Tratscher
1 Monat 22 h

die schauen aber nicht fertig aus.

gapra
gapra
Superredner
1 Monat 19 h

@aristoteles Ihnen und Ihrer Sensationslüsternheit zuliebe sollten die wohl alle verhärmt, verhungert und halbtot aussehen.Wenn das Ihr einziger Kommentar zu diesem Thema ist, könnte man darauf verzichten.

aristoteles
aristoteles
Tratscher
1 Monat 15 h

@gapra, das wünsche ich niemand aber so haben es die gutmenschen beschrieben. ist doch gut, das es ihnen gut geht, oder? wäre es dir anders lieber?

gapra
gapra
Superredner
1 Monat 13 h

@aristoteles Wortverdreher

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
1 Monat 22 h

Bin gespannt wie lange es dauert bis spanien die häfen schliesst.

gafnsana
gafnsana
Grünschnabel
1 Monat 22 h

Und wos passiert wennmor weiterhin oblehnen? 🤔

Tabernakel
1 Monat 15 h

Seegericht.

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
29 Tage 15 h

So ein schmarrn.gar nix passiert. Wenn man die leute an der lybischen kúste rausfischt,dann ist der nächstgelegene hafen anzusteuern,und das ist lybien.das wäre das gleiche wenn ich in brixen einen unfall hätte und das krankenauto fährt mich nach hamburg.

vitus
vitus
Grünschnabel
1 Monat 17 h

Es kann nicht sein, dass im vereinten EUROPA, sich Italien alleine um die Flüchtlinge kümmern muss. Allein letztes Jahr waren es 650.000. Wenn das jedes Jahr so weitergehen würde, würde in 10 Jahren 1/10 der Bevölkerung Italiens Flüchtlinge sein.

Sommerschnee
Sommerschnee
Grünschnabel
1 Monat 16 h

Die meisten versuchen eh nach Norden “weiterzuziehen” oder? 🤔

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 12 h
Staenkerer
1 Monat 11 h

tjo, merkel hot bis jetz ungschoffn wos in de suppe einikimt und italien hot se brav ausgelöffelt, olle worn zufriedn, koanerr hot mittleid ghob! jetz hot salvini (oanmol) in löffl an ondern weitergebn un plötzlich hobn olle mirn sem mitleid….
guat so, weiter so!!

maria zwei
maria zwei
Superredner
1 Monat 19 h

gafnsana…….es werden nur diejenigen abgewiesen, die unter nichtitalienischer Flagge unterwegs sind

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
1 Monat 9 h

Jetzt noch schnell das schiff verschrotten dann hat man was getan fúr den “klimawandel”

peterle
peterle
Superredner
1 Monat 16 h

Habe Gestern zufällig einen Bericht gesehen wie die USA vor Hundert Jahren die Zuwanderung regelte. Wer die Schleuse bei New York paasieren konnte war in Ordnung. Europa muss nicht das warme Wasser neu erfinden, es genügt von anderen Staaten Positive und Negative Erfahrungen zu verwirklichen bevor Staatsmänner/frauen das Volk mit Waffen aufeinender los hetzt.

andr
andr
Superredner
29 Tage 21 h

Macro sollte vorsichtig sein mit seinen Vorwürfen gegenüber Italien wenn von nun an alle Schiffe in Südfrankreich einlaufen würden könnte er schnell unter Druck geraten wenn der Hafen voll wird und die EU Staaten die Verteilung ablehnen

Hulk
Hulk
Neuling
1 Monat 9 h

i kannat anet schien drieschaugn wenn do Handy Akku fertig isch… .

Gescheide
Gescheide
Grünschnabel
29 Tage 14 h

Ein Hoch auf Spanien!!! Immer weiter so! IHR schafft das!!!

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