Die Migranten mussten lange Zeit auf dem Meer verbringen

Frankreich will doch sieben “Sea-Watch”-Migranten aufnehmen

Samstag, 09. Februar 2019 | 13:20 Uhr

Frankreich will nun doch bei der Debatte um die “Sea-Watch”-Migranten einlenken. Das französische Innenministerium teilte am Samstag mit, dass Frankreich doch sieben der 47 Migranten aufnehmen wird, die vergangene Woche in Catania an Bord des Rettungsschiffes “Sea-Watch 3” gelandet waren. “Frankreich wird seiner Verpflichtung nachkommen”, so das Innenministerium in einer Presseaussendung.

Ursprünglich hatte sich Paris zur Aufnahme von neun Migranten bereit erklärte. Zuvor hatten italienische Medien berichtet, Frankreich wolle nur Flüchtlinge und keine Wirtschaftsmigranten, wie jene, die sich an Bord der “Sea-Watch” befunden hätten, aufnehmen.

Acht europäische Staaten – Italien, Deutschland, Malta, Frankreich, Portugal, Rumänien, Luxemburg und Litauen – hatten einem Abkommen zur Aufnahme der “Sea-Watch”-Migranten zugestimmt. Die “Sea-Watch 3” hatte die 47 Migranten am 19. Jänner vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot an Bord genommen. Die populistische Regierung in Rom hatte dem Schiff jedoch zwölf Tage die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Die Migranten trafen am 1. Februar im sizilianischen Catania ein, nachdem sich sieben EU-Länder zu ihrer Aufnahme bereit erklärt hatten.

Das italienische Innenministerium meldete indes einen starken Rückgang bei den Migrantenankünften seit Anfang 2019. Seit Jahresbeginn seien 202 Migranten in Italien eingetroffen, im Vergleichszeitraum 2018 waren es noch 4.731 Menschen gewesen. Der Rückgang betrage 95,7 Prozent, teilte das Innenministerium mit.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Frankreich will doch sieben “Sea-Watch”-Migranten aufnehmen"


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m69
m69
Kinig
6 Tage 16 h

Ein Schritt in die richtige Richtung! bravo Frankreich weiter so! 

typisch
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Universalgelehrter
6 Tage 14 h

Auch nur dank salvini

m69
m69
Kinig
6 Tage 10 h

https://www.suedtirolnews.it/user/typisch/

das ist wohl logisch, aus Eigennutz ganz bestimmt nicht!

typisch
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Universalgelehrter
6 Tage 15 h

Jetzt doch, etwas spät oder? Hat das etwa mit den neuesten auseinandersetzungen etwas zu tun?

Daktari
Daktari
Grünschnabel
6 Tage 10 h

Wie lange waren diese Migranten in der Wüste ? kein Rettungsengel in Sicht , jetzt wo sie auf dem Wasser in einem sicheren Boot sitzen haben diese Rettungsengel Bauchschmerzen. 

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