Für Davide Zandri [44] und Fabio [8] kommt jede Hilfe zu spät – VIDEO

Furchtbare Tragödie: Vater und Sohn ertrinken im Meer

Sonntag, 10. Juli 2022 | 08:05 Uhr

Fano – Ein Strand bei Fano in den Marken war am Samstag Schauplatz einer furchtbaren Tragödie.

Der 44-jährige Davide Zandri, der am Samstagmorgen mit seinen Söhnen im Meer schwimmen gegangen war, ertrank in den hohen Wellen. Während sein älteres Kind gerettet werden konnte, galt sein jüngster Sohn, der achtjährige Fabio, bis zum Samstagnachmittag als vermisst. Bis zuletzt hofften die Rettungskräfte auf ein Wunder, aber trotz intensiver Suche gab es am frühen Nachmittag für die Retter nur mehr die traurige Aufgabe, die Leiche des Buben aus dem Meer zu bergen.

Tragedia a Gimarra: muore un papà, si cerca il figlio di 8 anni.

Posted by Vivere Fano on Saturday, July 9, 2022

Es war am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr, als Davide Zandri zusammen mit seiner Frau, seinen beiden Söhnen und einem Freund des ältesten Sohnes den Strand von Gimarra nördlich Fano in den Marken aufsuchte. Obwohl aufgrund des hohen Wellengangs die rote Fahne, die ein Baden im Meer untersagt, gehisst worden war, ging der Vater mit den drei Kindern zum Schwimmen ins Meer. Es dauerte nicht lange, bis sie in große Schwierigkeiten gerieten.

ANSA / Annalisa Appignanesi

Die Tragödie geschah, als die ganze Gruppe zwischen den hohen Wellen in Richtung der aus großen Felsen bestehenden Wasserschutzbauten trieb. Die Frau und der Freund des Sohnes, der im letzten Moment auf ein Bad im Meer verzichtet hatte, schlugen Alarm und verständigten die Rettungskräfte.

Vigili del Fuoco

Davide Zandri konnte zwar noch lebend aus dem Wasser geborgen werden, erlag aber trotz intensiver medizinischer Betreuung wenige Minuten später auf dem Strand seinen schweren Verletzungen. Einer ersten Rekonstruktion zufolge hatte er sich bei den Felsen schwer am Kopf verletzt und hatte mitten im Meer das Bewusstsein verloren. Sein zwölfjähriger Sohn Luca, der dem Ertrinkungstod nur knapp entronnen war, wurde am Strand vom Notarzt und den Rettungskräften erstversorgt und mit ernsten Verletzungen in das Krankenhaus von Ancona eingeliefert. Die Ehefrau des Opfers erlitt einen Schock und musste ebenfalls medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Proseguono le ricerche del bimbo di 8 anni disperso ain mare alla Spiaggia dei Fiori di Gimarra.

Posted by Vivere Fano on Saturday, July 9, 2022

Vom jüngsten Sohn des Opfers, dem achtjährigen Fabio, fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur. Such- und Tauchmannschaften der Küstenwache von Pesaro, der Wasserrettung und der Feuerwehr suchten stundenlang nach dem Achtjährigen. Dabei kamen auch ein Hubschrauber sowie ein Schnellboot zum Einsatz. Am frühen Samstagnachmittag wich der letzte Funken Hoffnung, den Buben noch lebend zu finden, tiefster Trauer. In der Nähe der Felsen der Wasserschutzbauten wurde die Leiche von Fabio aus dem Meer geborgen.

Auf dem Strand „Spiaggia dei Fiori“ von Gimarra di Fano, wo sonst ausgelassen gespielt und im Meer gebadet wird, herrschte am ganzen Tag eine gespenstische Ruhe. Die Tragödie, die eine ganze Familie zerstörte, sorgt weit über Fano hinaus für Trauer und Entsetzen. Die Küstenwache und die Rettungskräfte mahnen dazu, die Gefahren des Meeres nie zu unterschätzen und die roten Fahnen, die ein Bad im Meer untersagen, immer zu beachten.

 

 

Von: ka

Kommentare

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14 Kommentare auf "Furchtbare Tragödie: Vater und Sohn ertrinken im Meer"


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Olm weiter
Olm weiter
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Die rote Fahne wird schon ihren Grund gehabt haben. Versteh nicht wen etwas gesperrt/abgesperrt ist warum man dan doch sein Leben riskieren muss, siehe Pragser Wildsee auf dem Eis. Jetzt braucht es wieder einen Schuldigen…

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

@olm weiter genau. wahrscheinlich wird man jetzt den oder diejenige suchen, welche/r die rote Fahne nicht 2 Meter höher gehisst hat oder auch noch mit Sirenensignale nicht hat koppeln lassen.

H.M
H.M
Tratscher
1 Monat 4 Tage

So schrecklich😥ober wieso geans se eine bei roter flagge 😥mir worn a unten es meer wor so unruhig und sette gewaltige wellen,i glab oftamol kannt man in gewisse tragödien schun ausstellen,mein aufrichtiges Beileid den hinterbliebenen und viel Kraft des zu ertragen😥

Kinig
1 Monat 4 Tage

So schrecklich das Geschehene ist, meint der Mensch wirklich, sich gegen alles auflehnen zu können ?
Wie Verantwortungslos.
Viel Kraft den Hinterbliebenen

traurig
traurig
Superredner
1 Monat 4 Tage

Onfoch lei tragisch😢. RIP.
Es war zu vermeiden gwesn wenn sie die rote Fahne net missachtet hattn. Schode um de jungen Lebm……

Staenkerer
1 Monat 4 Tage

wie traurig und wie schrecklich für de orme frau !

des zog ober a wie “wirksom” und “obschrecke d” de roten wohrfahnen sein wern de se für de zukunft für de getscher geplant hobn!

Antagonist
Antagonist
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Genau das dachte ich mir auch!!

Galantis
Galantis
Superredner
1 Monat 4 Tage

..tragisches Unglück, aber bei hohem Wellengang die roter Fahne einfach ignorieren ist schon höchst fahrlässig! RIP

Brixbrix
Brixbrix
Superredner
1 Monat 4 Tage

in de lait isch net noat helfn, ROATE FLAGGE, ober decht net beochtn, bzw missochtn

mein mitleid holtet sich in grenzn

prontielefonti
prontielefonti
Superredner
1 Monat 4 Tage

Ach mein Gott

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Ein Meer mit hohem Wellengang sieht man vom sicheren Strand aus und sollte dann wissen, dass man nicht unbedingt hinein gehen muss. Die Gefahr und die Bedrohung ist klar sichtbar. Bei einem plötzlichen Gletscherausbruch wie auf der Marmolada ist die Gefahr verborgen, sie kündigt sich nicht unbedingt mit unübersehbaren Drohgebärden wie eine rauhe See. Und trotzdem werden wieder Vergleiche angestellt. Es sind zwei völlig verschiedene Situationen. Akute Gletschergefahr ist weitaus schwieriger zu erkennen als etwa Lawinengefahr oder starker Wellengang.

Antagonist
Antagonist
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Gebe Ihnen recht dass man das Meer nicht mit einem Gletscher o.ä. vergleichen kann, jedoch sieht man in diesem Fall einmal mehr dass eine gehisste rote Flagge, samt ersichtlicher rauer See nicht ausreichen um einige davon abzuhalten sich trotzdem der (wissentlichen) Gefahr auszusetzen. Dies bedeutet dass auch bei einer gehissten roten Flagge bei Gletschern, wobei hier die Gefahr nicht ersichtlich ist, es immer Jemanden geben wird der trotzdem diesen besteigt.

Wunder
Wunder
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Die rote Fahne bedeutet, dass kein Bademeister da ist.
Trotzdem fahrlässig…und diese Fahrlässigkeit wurde teuer bezahlt.
Zu teuer meines Erachtens…

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

Äusserst trauriger Zwischenfall😥😭!
Auch wenn keine rote Flagge gehisst gewesen wäre,frage ich mich wieso manche Menschen nicht ihren Hausverstand einschalten,vielleicht liegt es an Selbstüberschätzung…🤔
Man muss nicht Matrose,Seemann oder am Meer aufgewachsen sein um hohen Wellengang und stark bewegte See zu erkennen.😕☹️
Viele solcher tödlichen Unfälle wären vermeidbar wenn die Menschen zu denken beginnen würden bevor sie sich in tödliche Gefahr begeben und dann alles ein tragisches Ende nimmt.
BITTE 🙏🏻LIEBE MITMENSCHEN,PASST AUF EUCH AUF❗☝🏻
Erspart Euren Familien,Angehörigen,Freunden,Kollegen und Bekannten Trauer und Kummer!Ihnen liegt was an Euch!😉😍

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