Das für Italien bestimmte Gas wartet bereits auf den Weitertransport

Gastransit nach Italien soll wiederaufgenommen werden

Montag, 03. Oktober 2022 | 17:11 Uhr

Der italienische Öl- und Gaskonzern Eni hofft, spätestens bis Ende dieser Woche die Engpässe bei der Lieferung von russischem Gas über Österreich nach Italien zu lösen. Der italienische Konzern ist bereit, anstelle von Gazprom 20 Mio. Euro an Garantien an den österreichischen Transporteur zu zahlen, um das vor Tarvis gestoppte Gas nach Italien zu bringen, sagte der CEO von Eni, Claudio Descalzi laut Medienangaben vom Montag.

“Die Blockade ist darauf zurückzuführen, dass Gazprom dem Transporteur, der das Gas von Österreich nach Italien bringt, eine Garantie für die Durchleitung dieses Gases hätte geben müssen, was bisher nicht der Fall war”, so Descalzi. Auslöser für den Transitstopp nach Italien seien neue Bestimmungen in Österreich, die von der russischen Gazprom nicht umgesetzt worden seien. Für Italien sind die Auswirkungen im Augenblick nicht gravierend, da jüngst schon mehr Gas von Italien nach Österreich geflossen ist als umgekehrt.

Eni, der größte Importeur von russischem Gas in Italien, wies bereits am Samstag darauf hin, dass die russischen Gaslieferungen über den Einspeisepunkt Tarvisio auf Null gesetzt würden. Gazprom führte die Störung auf mit Monatsanfang in Kraft getretene neue Regelungen im Transitland Österreich zurück. Allerdings war jüngst schon mehr Gas von Italien nach Österreich geflossen als umgekehrt. Das Mittelmeerland wird nämlich vom nordafrikanischen Algerien beliefert.

“Das Gas ist bereits in Österreich und Deutschland, es ist nicht in den Händen von Gazprom. Ich lasse diese Woche Analysen zur Einhaltung der Vorschriften durchführen und hoffe, dass dieses Problem gelöst werden kann”, so Descalzi.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

14 Kommentare auf "Gastransit nach Italien soll wiederaufgenommen werden"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
klablueter
klablueter
Grünschnabel
1 Monat 28 Tage

Kein Interesse am Russengas. Können Die ruhig behalten.

genau
genau
Kinig
1 Monat 28 Tage

Es geht um den Transit des Gases von Österreich nach Italien.

Black Lady
Black Lady
Grünschnabel
1 Monat 28 Tage

Es wäre schon schön. wenn sich zumindest unsere Länder einig wären…….

Faktenchecker
1 Monat 28 Tage

Ihr habt eigene Länder?

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
1 Monat 28 Tage

@Black Lady: genau auf diese Spaltung zielt Putins Politik, teilweise sogar erfolgreich. Rückblickend hat er damit schon lange vor der Invasion in die Ukraine begonnen.

Orch-idee
Orch-idee
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

Der Herr Descalzi macht meiner Meinung nach Alarmismus… weil der Minister Cingolani hat heute gesagt, wir haben die Speicher voll und es wird auch Gas exportiert… Deshalb verstehe ich nicht was hier gespielt wird… 🤔

meilenstein
meilenstein
Tratscher
1 Monat 28 Tage

Megs mol die Preise oi tian war gscheider des konn jo kuaner mear zohln oder solln mer olle wieder mit Holz hoazn wia in Mittelolter und nor wieder jammern wegen der Umwelt ols leimer a Witz um die Leit ozu zockn….

primetime
primetime
Kinig
1 Monat 28 Tage

Ich versteh dieses “Konstrukt” nicht. Was hat Gazprom in Österreich zu melden? Da wird schon die “Behörde/Dienstleister” in Österreich dafür zuständig sein müssen und sich den neuen Richtlinien anpassen?
Ich finde das irgendwie als Behinderung seitens Österreich einer freien Marktwirschaft

OrtlerNord
OrtlerNord
Superredner
1 Monat 27 Tage

Prime…
Freie Marktwirtschaft heißt nicht das jeder tun kann was er möchte !

pingoballino1955
pingoballino1955
Superredner
1 Monat 28 Tage

Österreich zeigt wiedereinmal sein “EUROPÄISCHES NICHTGESICHT” mit Orban,Nehammer und Co.

Zugspitze947
1 Monat 27 Tage

Was hat Berlusco da wohl gedreht mit dem Kriegsverbrecher Putin ……….. ?👌😝

UK
UK
Neuling
1 Monat 27 Tage

Noch können die Damen und Herren aus Russland die Welt erpressen. Es wird die Umstellung auf erneuerbare Energien und andere Lieferwege für Gas nur beschleunigen. Und wenn dann die Genossen der Meinung sind, sie beliefern die Welt wieder, will das Zeug keiner mehr. An dem Tag gehe ich ordentlich einen saufen. Wer sich als Lieferant unglaubwürdig macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn keiner mehr was haben will. Zuerst muss aber dieses unmenschliche Leid aufhören. Mir tun im Übrigen auch die russischen Mütter und Frauen leid.

hundeseele
hundeseele
Universalgelehrter
1 Monat 28 Tage

…und die Bürger warten auf eine Kostensenkung!

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 28 Tage

Noar weart sich Österreich freidn und s’Geld kimmp amoll in richtign Ort hin!

wpDiscuz