Der Kolumbianer behielt knapp die Oberhand

Gaviria feierte auf 4. Tour-Etappe schon zweiten Tagessieg

Dienstag, 10. Juli 2018 | 20:28 Uhr

Fernando Gaviria hat bei der diesjährigen Tour de France schon zum zweiten Mal zugeschlagen. Der Tour-Debütant aus Kolumbien, der schon die erste Etappe für sich entschieden hatte, gewann am Dienstag die 4. Etappe über 195 Kilometer von La Baule nach Sarzeau im Sprint. Der belgische Olympiasieger Greg Van Avermaet verteidigte sein Gelbes Trikot problemlos.

Der 23-jährige Gaviria ist in den ersten Tag der 105. Tour der Sprintkönig. Auf dem Teilstück in der Bretagne wurde eine vierköpfige Fluchtgruppe, passend zum Fußball-WM-Halbfinale zwei Belgier und zwei Franzosen, 1,2 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Im Massensprint auf der mit vier Kilometern längsten Zielgeraden der diesjährigen Tour setzte sich dann der vollbärtige Quick-Step-Profi vor dem Slowaken Peter Sagan und dem Deutschen Andre Greipel durch.

“Das war ein sehr schwieriger Sieg. Wir hatten nicht soviel Hilfe, um die Ausreißer zu kontrollieren. Die Mannschaft musste hart arbeiten. Wir wissen, dass Sagan der beste Fahrer im Peloton ist. Er hat ein sehr starkes Level”, sagte Gaviria im Ziel in der Gemeinde Sarzeau, deren Bürgermeister einen prominenten Namen trägt: David Lappartient, seit Herbst Präsident des Radsport-Weltverbandes (UCI).

Van Avermaet, der am Montag das Mannschaftszeitfahren mit dem amerikanisch-schweizerischen Team BMC gewonnen hatte, verteidigte seine Führung souverän. Der Olympiasieger führt weiter zeitgleich vor seinem US-Teamkollegen Tejey van Garderen und drei Sekunden vor dem Waliser Geraint Thomas, dem Co-Leader von Sky.

Die beiden Österreicher und Bora-Teamkollegen Lukas Pöstlberger und Gregor Mühlberger kamen mit dem Hauptfeld ins Ziel, Michael Gogl (Team Trek) hatte 2:47 Minuten Rückstand.

Der Franzose Axel Domont kam rund sechs Kilometer vor dem Ziel zu Sturz und verletzte sich dabei schwer. Der Profi von AG2R zog sich nach Angaben seines Teams ein Schädeltrauma zu und brach sich das Schlüsselbein. “Sein Bewusstseinszustand ist völlig normal, von da gibt es keine Sorgen”, erklärte Teamarzt Eric Bouvat.

Am Mittwoch folgt im Nordwesten Frankreichs die 5. Etappe, die vom Profil her den Ardennen-Klassikern gleicht und deshalb etwas für Ausreißer oder Klassikerfahrer wie Leader Van Avermaet sein könnte. Auf der zweiten Streckenhälfte der 204,5 km von Lorient nach Quimper befinden sich nicht weniger als sechs kleine Bergwertungen. Auch der letzte Kilometer im Zielort ist ansteigend.

Von: APA/ag.

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