Durchschnittsfamilie gibt im Jahr 480 Euro mehr aus

Gestiegene Lebensmittelpreise belasten Italiener sehr

Freitag, 20. Mai 2022 | 08:12 Uhr

Rom – Die galoppierende Inflation, die nicht zuletzt auf die durch den Krieg in der Ukraine massiv gestiegenen Preise für Energie und für verschiedene Grundnahrungsmittel zurückzuführen ist, sorgt dafür, dass für die Italiener der wöchentliche Einkauf im Supermarkt immer teurer wird.

Laut der italienischen Verbraucherschutzorganisation „Codacons“, die auf der Grundlage der Inflationsdaten des italienischen Statistikamtes ISTAT die Teuerung für den italienischen „Einkaufskorb“ berechnet hat, wird die italienische Durchschnittsfamilie heuer 480 Euro mehr für Lebensmittel ausgeben als im Vorjahr.

Facebook/Fida Confcommercio

Essen scheint immer stärker zum Luxus zu werden. Aufgrund der galoppierenden Inflation, die nicht zuletzt auf die durch den Krieg in der Ukraine massiv gestiegenen Preise für Energie und für verschiedene Grundnahrungsmittel zurückzuführen ist, sehen sich immer mehr Italiener dazu gezwungen, Lebensmittel zu kaufen, die in den letzten Monaten die geringsten Preissteigerungen erfahren haben. Obst und Gemüse, die für eine gesunde Ernährung eigentlich am wichtigsten wären, deren Preise in den vergangenen Wochen aber am stärksten gestiegen sind, landen daher leider immer seltener im Einkaufswagen.

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Um bis zum Monatsende zu kommen, haben besonders Familien, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, keine andere Wahl als den Lebensmittelkonsum einzuschränken.

„Zu den Folgen des Krieges und der stark gestiegenen Energiekosten, die die Einzelhandelspreise belasten, gesellen sich auch noch Spekulationen, die in allen Phasen der Produktionskette vorkommen. Die Regierung täte gut daran, auf diese Spekulationen, bei denen sich einige wenige zum Nachteil vieler bereichern, ein besonderes Auge zu werfen“, meint der Präsident der italienischen Verbraucherschutzorganisation „Codacons“, Carlo Rienzi.

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Laut der Verbraucherschützer von „Codacons“, die auf der Grundlage der Inflationsdaten des italienischen Statistikamtes ISTAT die Teuerung für den italienischen „Einkaufskorb“ berechnet haben, wird die italienische Durchschnittsfamilie heuer 480 Euro mehr für Lebensmittel ausgeben als im Vorjahr.

Im Detail sind mit jeweils berechneten jährlichen Preissteigerungen von 52,7 und 33,5 Euro es besonders das Gemüse und das Obst, die die Teuerung antreiben. Aber auch die Hähnchen, das Brot und das italienische Grundnahrungsmittel schlechthin – die Nudeln – belasten mit jährlichen Zusatzausgaben von jeweils 27,6, 22,5 und 19 Euro die oftmals klammen italienischen Haushaltskassen spürbar stärker als im Vorjahr.

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Die von „Codacons“ veröffentlichten Zahlen werden von jenen einer anderen italienischen Organisation von Verbraucherschützern – der „Unione Nazionale Consumatori“ (UNC) – bestätigt. Der Prognose der UNC zufolge werden die italienischen Familien gegenüber dem Vorjahr heuer zusätzliche 496 Euro für den durchschnittlichen Wochenendeinkauf, 918 Euro für die Wohnung samt Zusatzspesen wie Wasser und Strom, 524 Euro für die Mobilität und weitere 479 Euro für Lebensmittel und Getränke ausgeben.

Insgesamt kommen auf die italienische Durchschnittsfamilie zusätzliche Ausgaben von 2.118 Euro zu. Diese Summe übertrifft den 200-Euro-Bonus, der von der Regierung zur Unterstützung von Italienern in wirtschaftlichen Schwierigkeiten bereitgestellt worden ist, um mehr als das Zehnfache.

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Mit Blick auf die ärmeren Schichten der italienischen Bevölkerung sprechen Beobachter von „einem Tropfen auf den heißen Stein“.

Wie der „Codacons“ richtig bemerkt, sind für die Teuerung nicht nur der Krieg und die weltweit gestiegenen Energiekosten verantwortlich, sondern auch Spekulanten, die sich auf dem Rücken der Bevölkerung bereichern. Die Regierungsbehörden, aber auch ihre Kollegen in den Regionen und Gemeinden besitzen sehr wohl Möglichkeiten, nicht nur regulierend und kontrollierend, sondern im Fall von eklatanten Übertretungen auch strafend einzugreifen.

Von: ka

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4 Kommentare auf "Gestiegene Lebensmittelpreise belasten Italiener sehr"


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Tratscher
1 Monat 12 Tage

i hon a Kuhi gikaft na konni 300€ mehra ausgebn 🙂

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