Die Freude bei Girmay kannte keine Grenzen

Girmay gewinnt als erster Profi aus Eritrea eine Giro-Etappe

Dienstag, 17. Mai 2022 | 20:45 Uhr

Biniam Girmay hat die 10. Etappe des Giro d’Italia von Pescara nach Jesi im Massensprint für sich entschieden. Der 22-Jährige vom Team Intermarche ist der erste Profi aus Eritrea mit einem Tagessieg bei einer der drei großen Rad-Rundfahrten. Im Gesamtklassement gab es auf dem 196 Kilometer langen Teilstück entlang der Adriaküste keine Verschiebungen. Es führt weiter der Spanier Juan Pedro Lopez vor dem Portugiesen João Almeida (+12 Sek.) und dem Franzosen Romain Bardet (+14).

Der Österreicher Felix Gall kam mit einem Rückstand von 1:02 Minuten als Tages-74. ins Ziel, gesamt ist der Osttiroler nach wie vor 42. Girmay setzte sich im Sprint zahlreicher Fahrer vor dem niederländischen Auftaktsieger Mathieu van der Poel durch und schrieb damit wieder einmal Radsport-Geschichte. Vor rund eineinhalb Monaten hatte er bereits mit seinem Triumph beim Klassiker Gent-Wevelgem für eine große Überraschung gesorgt.

“Wir haben das Rennen kontrolliert, und ich muss mich bei meiner Mannschaft bedanken. Alle haben einen tollen Job gemacht. Ich bin so glücklich”, sagte der für das belgische Team Intermarché-Wanty-Gobert fahrende Girmay. Er ist erst der zweite Fahrer des afrikanischen Kontinents der eine Giro-Etappe gewinnen konnte. Zuvor war dies nur dem Südafrikaner Alan van Heerden 1979 gelungen. Offen ist allerdings ob Girmay bei der elften Etappe dabei sein kann. Der Tagessieger wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem beim Jubeln auf dem Podium der Korken einer Champagnerflasche in seinem linken Auge gelandet war.

Am Mittwoch geht es über 203 Kilometer von Santarcangelo di Romagna nach Reggio Emilia, dabei dürften die Sprinter auf ihre Kosten kommen.

Von: APA/sda/dpa

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