Bauarbeiten sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein

Gladiatoren-Arena im Kolosseum geplant

Sonntag, 02. Mai 2021 | 12:41 Uhr

Die Mailänder Gesellschaft Milan Ingegneria hat die internationale Ausschreibung für das Projekt zum Bau einer Gladiatoren-Arena im Kolosseum gewonnen. Dies kündigte Kulturminister Dario Franceschini am Sonntag an. Geplant ist die Errichtung einer Plattform, die den jetzt sichtbaren Unterbau des Amphitheaters überdecken soll, wie es bis zum 19. Jahrhundert der Fall war.

Die Arbeiten, die 18,5 Mio. Euro kosten sollen, werden bis Ende 2021 beginnen und bis Ende 2023 abgeschlossen werden, berichtete der Minister bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Milan Ingegneria behauptete sich mit dem Projekt einer nachhaltigen und flexiblen High Tech-Struktur, die leicht wieder abgebaut werden kann. Die Träger der Struktur werden ohne mechanische Verankerungen direkt auf den Wandstrukturen angebracht. Die Lauffläche wird aus einer Reihe von mobilen Paneelen bestehen. Damit soll die Arena auch wieder für Open-Air-Aufführungen genutzt werden. Die neue Fläche wird etwa 3.000 Quadratmeter betragen.

Das Sieger-Projekt wurde von einer Expertenjury gekürt. Milan Ingegneria ist eine Gesellschaft mit internationaler Erfahrung, die unter anderem die Basilika der Stadt Vicenza restauriert hat und mit klangvollen Namen der Architektur wie Renzo Piano, Rem Koolhaas und Arata Isozaki zusammengearbeitet hat.

“Eine große Herausforderung für Italien”, so bezeichnete Kulturminister Franceschini das Projekt für den Wiederaufbau der Gladiatoren-Arena. “Dank der rekonstruierten Arena werden im Kolosseum hochkarätige internationale Veranstaltungen stattfinden können, im vollen Respekt des Denkmals, das Italien symbolisiert”, sagte der Minister.

Das Kolosseum wurde zwischen 70 und 80 nach Christus erbaut und war bei den Römern blutiger Schauplatz öffentlicher Hinrichtungen und Gladiatorenkämpfe. Als Arena war das Kolosseum fast 450 Jahre lang in Betrieb. Neben dem Forum gehört es zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien. In den vergangenen Jahren wurde Roms Wahrzeichen für rund 25 Millionen Euro restauriert. Die Restaurierung wurde vom Modekonzern Tod’s unterstützt.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "Gladiatoren-Arena im Kolosseum geplant"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
6 Tage 6 h

450 Jahre lang wurde das Kolosseum genutzt. Ein hoch auf die römische Nachhaltigkeit. In der heutigen Zeit, mit Klimahaus, kaum mehr vorstellbar das ein Gebäude sooo lange hebt……. 

PuggaNagga
6 Tage 7 h

Ich möchte dann aber Gladiatoren-Kämpfe sehen.
Dafür würde ich extra mit einer Toga (römisches Gewand) nach Rom reisen.

Lion18
Lion18
Tratscher
6 Tage 11 h

Logo es Geld mues ausgeben werden!

quilombo
quilombo
Tratscher
5 Tage 19 h

wäre es nicht besser, das Colosseum außen wieder herzustellen wie es original war? Komplett mit schneeweißem Marmor verkleidet und hunderte von Statuen in den Nischen.
Das gilt auch für die Pyramiden in Ägypten. Die hatten ja auch keine Stufen, sondern waren aalglatt mit weißem Marmor verkleidet.

Offline
Offline
Universalgelehrter
5 Tage 15 h

🙈 Vielleicht könnte man ja Rom und Ostia komplett wieder in den Urzustand zurückbauen….. Dann könnte man sich auch wieder an Wagenrennen, Besuchen in Osterien, Badehäusern und nicht zu vergessen öffentlichen Latrinen erfreuen…..

wiakimpdir4
wiakimpdir4
Superredner
5 Tage 17 h

Ein Bild täte dem Bericht gut 😉

wpDiscuz