"Sauerstoff für Tourismus"

Norditaliens Regionen begrüßen Beschluss Österreichs

Donnerstag, 11. Juni 2020 | 10:00 Uhr

Die norditalienischen Regionen begrüßen die von der Regierung in Wien beschlossene Grenzöffnung in Richtung Italien. Als “Sauerstoff für unseren Fremdenverkehr” bezeichnete der Tourismusbeauftragte der Region Venetien, Federico Caner, die Aufhebung der Reisebeschränkungen österreichischer Touristen in Richtung Italien ab nächster Woche.

“Unsere Urlaubsorte arbeiten schon seit Wochen, um den österreichischen Gästen den bestmöglichen Urlaub in voller Sicherheit zu garantieren”, sagte Caner. Zufrieden ist auch der Trentiner Landeshauptmann, Maurizio Fugatti. “Die Vernunft hat gesiegt. Österreich hat begriffen, dass die Grenzöffnung wichtig ist. Die globalen Herausforderungen kann man nur gemeinsam bewältigen”, so Fugatti.

“Mit Tirol und Südtirol haben wir eng zusammengearbeitet, um die Grenzöffnung zu ermöglichen. Unsere Regionen kennen seit jeher den Wert und die strategische Bedeutung des Brenner-Korridors”, so Fugatti.

Die Grenzöffnung wurde auch von der rechten Lega begrüßt. Wegen der Coronakrise habe der italienische Tourismus zehn Milliarden Euro verloren. Der Fremdenverkehr mache 13 Prozent des italienischen Bruttoinlandprodukts aus. “Die Buchungen vieler ausländischer Touristen in den Bergortschaften in Trentino Südtirol sind ermutigend. Ab Dienstag sind wir glücklich, wieder unsere österreichischen Freunde empfangen zu dürfen, die bei uns urlauben wollen”, sagte die Trentiner Senatorin der Lega, Elena Testor.

Der Präsident von Friaul Julisch Venetien, Massimiliano Fedriga, dankte dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser für seinen Einsatz im Rahmen der Euregio zugunsten einer Grenzöffnung Österreichs in Richtung Italien. “Es ist wichtig, dass unsere Grenzregionen wieder zur Normalität zurückfinden und sich unsere Bürger wieder in Grenzgebieten frei bewegen können”, sagte Fedriga.

Von: apa

Kommentare

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9 Kommentare auf "Norditaliens Regionen begrüßen Beschluss Österreichs"


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Blackadder
Blackadder
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Es ärgert mich dass sich alles um Tourismus dreht. Viele andere Branchen sind international beschäftigt, und die stehen alle trocken. Man sollte hier vielleicht ein Bisschen breiter orientiert denken. 
Eine Eigenschaft die in diesem Lande nur bedingt entwickelt ist.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 26 Tage

Der Tourismus kann relativ direkt und medienwirksam beeinflusst werden, die anderen Branchen können bestenfalls unterstützt werden und die Maßnahmen, die es gibt, sind nicht für Schlagzeilen gut.

Horti
Horti
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Tourismus ein grosser Bestandteil der Wirtschaft in Südtirol und Italien liebe(r) blackadder. Vom Olivenbäume schütteln und Zitronen pflücken kann Italien nicht überleben.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 25 Tage

@Blackadder…was du hier unterstellst, kann ich nicht nachvollziehen. Wieso steht die international agierende Südtiroler Wirtschaft wegen noch nicht vollständig geöffneter Grenzen “trocken” ? Ok, alle mussten ein oder zwei Gänge zurückschalten, aber Fahren die zum Geschäfte machen ständig hin und her ?

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Superredner
1 Monat 25 Tage

@Horti,
stimmt genau

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Superredner
1 Monat 25 Tage

@Blackadder,
nachdenkenswerter Kommentar

Reitiatz
Reitiatz
Superredner
1 Monat 26 Tage

ba mier kennan dia sich nimmer inschleiman 😤

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 25 Tage

Es hilft niemandem, hier gegen den Südtiroltourismus zu wettern. Er ist da und es gilt ihn, in vernünftige und für die Bevölkerung erträgliche Bahnen zu lenken. Dafür sind aber nicht die Urlauber verantwortlich, sondern die vom Volk mehrheitlich gewählte Regierung. Und was die Wirtschaft anbelangt, in der Zeit der Globalisierung und Digitalisierung braucht sie geöffnete Grenzen nur in zweiter Linie, sie reißt nicht wie der Tourist hin und wieder zurück.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 25 Tage

@Guenni wohl wahr, das Gewettere kommt daher, dass man JETZT schon zu viel davon hat. Die erträglichen Bahnen haben wir längst verlassen. Diejenigen, die ihr täglich Brot damit verdienen, akzeptieren es nur leichter.
Dass das Ausfallen des Tourismus so schwere Konsequenzen hat, zeigt, dass viel zu sehr auf den Tourismus gesetzt wurde. Ein Land, das zum Großteil vom Tourismus lebt, hat ernsthafte Probleme (so wie ganz Italien). Seit Jahrzehnten warnen die Wirtschaftforscher davor, aber die Leute sehen nur das schnell verdiente Geld und pfeifen darauf.

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