Außenminister von Österreich und Italien telefonieren miteinander

Grenzöffnung: “Keine Entscheidung gegen Italien”

Mittwoch, 03. Juni 2020 | 19:20 Uhr

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat am Mittwochnachmittag mit seinem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio telefoniert. Dabei habe er dargelegt, dass es sich bei der Entscheidung, die Grenzen zu Italien vorerst nicht zu öffnen, um eine Momentaufnahme aufgrund der Gesundheitszahlen handle und dies keine Entscheidung gegen Italien sei, so die Sprecherin Schallenbergs gegenüber der APA.

Der Außenminister habe Di Maio den Prozess der schrittweisen Wiederherstellung der Reisefreiheit geschildert und versichert, dass Österreich schon an den nächsten Schritten arbeite. Auch der Vorschlag aus Südtirol, nach der Öffnung mit einzelnen Regionen, sei für Österreich ein gangbarer Weg, so die Sprecherin weiter. Die beiden Außenminister hätten vereinbart, im Hinblick auf eine möglichst rasche, positive Entscheidung bezüglich der Grenzöffnung, weiterhin in regelmäßigem Kontakt und guter Abstimmung zu bleiben, auch auf Ebene der Gesundheitsbehörden.

Zuvor hatte Schallenberg gegenüber Puls24 erklärt, dass die Situation in Italien in einigen Regionen, etwa in Südtirol besonders positiv sei, es in anderen Regionen wie der Lombardei aber noch Probleme gebe. Daher habe Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sich gegen eine Grenzöffnung gegenüber Italien entschieden.

Er sei aber “sehr positiv, dass wir sehr zeitnah, vielleicht schon nächste Woche, weitere Schritte, nicht nur gegenüber Italien, sondern auch betreffend andere EU-Staaten bekanntgeben können”, so Schallenberg. “Dieser Sommer ist ein Sommer der Eigenverantwortung”, appellierte der Außenminister daran, nicht in jene Länder fahren, zu denen Österreich noch nicht geöffnet habe. Anstatt Kontrollen bei der Einreise, werde man zu stichprobenartigen Kontrollen im grenznahen Gebiet übergehen, betonte der Außenminister.

Von: apa