Haftbefehle gegen 21 Personen

Großer Schlepperring in Italien zerschlagen

Dienstag, 06. September 2016 | 09:05 Uhr

Die italienische Polizei hat einen internationalen Schlepperring zerschlagen, der entlang der Balkanroute in großem Stil operierte. Gegen 21 Personen seien Haftbefehle wegen des Vorwurfs ausgestellt worden, hunderte Migranten von Ungarn über Österreich und Deutschland nach Italien und in andere europäische Länder gebracht zu haben, berichtete die Polizei am Dienstag.

Die Bande habe ein komplexes Transportsystem mit mehr als 300 Fahrzeugen und ein großes Netz an Schleppern verschiedener Staatsangehörigkeiten aufgebaut. Mehrere Verdächtige wurden mit Hilfe der österreichischen und der deutschen Polizei identifiziert. Auch ungarische Behörden sowie die EU-Sicherheitsbehörden Eurojust und Europol sind laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA beteiligt gewesen.

Die Organisation habe auf mindestens 100 Schlepper zurückgreifen können, darunter auch italienische Staatsbürger, teilte die italienische Staatsanwaltschaft mit. Man habe die Geldströme zwischen den Beteiligten rekonstruieren können. Der Schlepperring bestehe aus 16 Syrern, zwei Tunesiern sowie je einem Algerier, Libanesen und Ägypter.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schlepperbande große Gewinne erwirtschaftet hat. Die Einnahmen der kriminellen Organisation landeten zum Großteil auf Bankkonten von Personen in Syrien, teilte die italienische Polizei mit.

Nach Polizeiangaben wurden die Schlepper in Como und Mailand sowie in Belgien, Schweden und in Frankreich festgenommen. Einige Verdächtige sind noch flüchtig und werden mit europäischen Haftbefehlen gesucht. Die Ermittlungen laufen seit dem vergangenen Oktober.

Von: apa

Kommentare

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9 Kommentare auf "Großer Schlepperring in Italien zerschlagen"


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ITler
Neuling
25 Tage 8 h

Wurde auch gegen Renzi und co Haftbefehl ausgestellt? Die sind ja die größten Schlepper (kaum geht jemand in Afrika 1 Meter ins Meer schon wird er von den Oberschleppern abgeholt).

santina
Tratscher
25 Tage 6 h

@ITLer

Staenkerer
Superredner
24 Tage 19 h

stimmt! de größte schlepperband sein merkel u. olle politiker de ihr aus der hond fressn, gefolgt von renzi u. seinem fährverkehr, caritas u. gutmenschen de des olm no guathoaßn!
so groaß konn man a gfängnis gor nit bauen das olle de legaln schlepper einipassn!

alla Vagga
Grünschnabel
24 Tage 47 Min

@santina richtig! Lampedusa mit dir!

Alpenrepuplik
Tratscher
25 Tage 8 h

Alle diese Schlepper, müssen sofort ausgewiesen werden…am besten nach Tunesien, oder in die Türkei…egal wohin, in sichere Staaten….

Staenkerer
Superredner
25 Tage 3 h

nor mochn se sem weiter!
de ghearn unbewoffnet mittn ins größte gefecht noch syrien …

WM
Tratscher
24 Tage 23 h

Der grösste schlepperring arbeitet olm no fest weiter des ist die eu und frontex ….. dei holen sie alle an der lybischen küste o

Missx
Grünschnabel
24 Tage 9 h

Man muss aber schon bedenken, dass zuerst ein Aufschrei durch die Medien gegangen ist, als so viele Afrikaner bei der Überfahrt starben. Ganz Europa (Bevölkerung) wollte, dass etwas getan wird. Jetzt werden die Invasoren via Taxi eingeschifft, keine Toten, jetzt ist es wieder nicht recht.
Ironie aus

zombie1969
Grünschnabel
22 Tage 2 h

Die nächsten Schlepper rücken schon nach… Kampf gegen Windmühlen.

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