Auch in Rom blieben die Schulen geschlossen

Heftiger Schneefall in Neapel, Schulen geschlossen

Dienstag, 27. Februar 2018 | 12:48 Uhr

Heftiger Schneefall hat am Dienstag Neapel lahmgelegt. Die Schulen wurden geschlossen, der Flugverkehr kam zum Erliegen. Neapolitaner posteten Fotos des angeschneiten Vesuv. Der Winter hat auch Österreich weiter fest in seinem Griff. Mit minus 31,9 Grad am Tiroler Brunnenkogel wurde in der Nacht auf Dienstag ein neuer Tiefstwert dieses Winters in Österreich gemessen, berichtete die ZAMG.

Knapp hinter dem Brunnenkogel folge laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik der Sonnblick mit minus 31,7, wo am Montag minus 30,6 verzeichnet wurden. Mit “nur” 29 Grad unter null landete der Pitztaler Gletscher auf Platz drei. Bei den Messstationen in bewohnten Ortschaften wurden diesmal nicht die Werte der Nacht zuvor erreicht oder übertroffen. Platz eins ging an Obergrugl in Tirol mit minus 23,1 Grad, gefolgt von Laterns/Gapfohl sowie Lech/Arlberg mit jeweils minus 22,8 Grad.

Zum letzten Mal hatte Süditaliens größte Stadt 1956 einen derart starken Schneefall erlebt. In Rom blieben auch am Dienstag die Schulen geschossen, nachdem es am Montag stark geschneit hatte. Zuvor hatte es zuletzt 2012 in der Ewigen Stadt Schneefall gegeben. In der Nacht auf Dienstag fegte auch ein sibirischer Sturm durch Rom. Danach wurde Glatteis auf den verschneiten Straßen befürchtet.

In Bayern herrscht ebenfalls Eiseskälte: Einen Kälterekord gab es in der Nacht auf Dienstag auf der Zugspitze. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach wurden minus 30,5 Grad auf Deutschlands höchstem Gipfel gemessen – der niedrigste Wert des Jahres. Bayern hat insgesamt wieder eine frostige Nacht erlebt. In nahezu allen Regionen des Freistaats lagen die Temperaturen im zweistelligen Minusbereich.

Auch Großbritannien leidet unter Schnee und Eis. Die winterlichen Verhältnisse behinderten den Verkehr in einigen Landesteilen stark. Hunderte Züge fielen wegen der “Bestie aus dem Osten” (“The Beast from the East”) – so nennen die Briten scherzhaft das derzeit frostige Wetter – im Vereinigten Königreich aus. Viele Straßen mussten gesperrt werden; Ursachen waren meist Unfälle und liegen gebliebene Lastwagen.

British Airways strich am Flughafen Heathrow Dutzende Flüge. Etliche Schulen blieben geschlossen. Die Meteorologen sagten für große Teile des Landes noch mehr Schnee voraus, so in Schottland und Ostengland.

Weltweit gibt es noch weit tiefere Temperaturen: Am Dienstag führten die antarktischen Stationen Wostock sowie Amundsen-Scott mit minus 58,2 bzw. minus 53,8 die Tabelle der ZAMG an. Gleich dahinter folgten fast hundert Einträge aus Russland, beginnend bei Shelagontsky (minus 46) bis Sangary (minus 35,9). Erst danach rangierten vereinzelte Einträge aus Kanada, wo in Cambridge Bay ebenfalls minus 35,9 Grad gemessen wurden. Österreich erreichte mit dem Tiroler Brunnenkogel immerhin den beachtlichen Platz 206.

Von: apa