Juni in Italien um 3,6 Grad wärmer als im Durchschnitt

Abkühlung für Südtirol

Montag, 26. Juni 2017 | 13:35 Uhr

Bozen/Rom – Italien stöhnt unter einer Hitzewelle sondergleichen: Die Höchsttemperaturen im Juni waren um 3,6 Grad höher als im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte und lagen Mittel bei 28,3 Grad. Die Niederschläge waren hingegen um 65,4 Prozent geringer als im Saisondurchschnitt, berichtete der Landwirtschaftsverband Coldiretti am Montag. Auch in Südtirol sorgte die brutale Hitze für Probleme, was den Wasserhaushalt und die Waldbrandgefahr anbelangt.

Italien ist zurzeit außerdem mit einer besorgniserregenden Dürre konfrontiert. Die Trockenheit wurde am Sonntag von heftigen Niederschlägen mit Hagel zeitweise unterbrochen. Das führte in mehreren Ortschaften in Venetien und in Südtirol zu Erdrutschen, die Pegel der Flüsse und Seen blieben jedoch weiterhin auf Rekordtief.

Zwei Drittel Italiens sind mit Wasserknappheit konfrontiert. Coldiretti rechnet mit Schäden in der Höhe von einer Milliarde Euro für die Landwirtschaft, sollte es in den kommenden zwei Wochen nicht regnen. Besonders gefährdet seien die Obst- und Gemüse-Produktion, aber auch Weinberge und Olivenhaine.

In Südtirol wird es jetzt kühler

Dieter Peterlin verrät es in einem Tweet: In den kommenden Tagen folgt kühleres und unbeständigeres Wetter.

Bereits heute Nacht gibt es einige Regenschauer oder Gewitter. Am Dienstag bleibt es dann wechselhaft mit einer Mischung aus Sonne, Wolken und einzelnen Regenschauern. Die Temperaturen erreichen maximal 21° bis 29°. Mit der südwestlichen Höhenströmung geht es in den folgenden Tagen unbeständig weiter, so der Landeswetterdienst. Am Mittwoch und Donnerstag gibt es viele Wolken mit häufigen Regenschauern, die Sonne zeigt sich nur selten. Am Freitag und Samstag bleibt es recht wechselhaft, die Sonne kommt aber etwas häufiger zum Vorschein. Die Temperaturen gehen zurück und erreichen an die 26 Grad. Die 30-Grad-Marke wird im Juni laut den Prognosen nicht mehr geknackt.

Von: apa