Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren zu wenig geschützt

Homo-Ehe: Italien wegen Trientner getadelt

Dienstag, 21. Juli 2015 | 16:00 Uhr

Bozen – Italien wurde erneut vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte getadelt, weil es die Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren zu wenig schützt. Das Gericht urteilte am Dienstag in Straßburg, dass die rechtliche Nicht-Anerkennung von homosexuellen Paaren gegen das Menschenrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens verstoße.

Medienberichten zufolge soll es zu dem Urteil deshalb gekommen sein, weil sich unter anderem auch ein Mann, der im Trentino wohnt, an den Gerichtshof in Straßburg gewandt hat. Insgesamt sollen drei Paare die Gesetzeslage in Italien in Straßburg angeprangert haben.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert den italienischen Staat auf, die Gesetzeslücke zu schließen. Italien ist eines der wenigen EU-Länder, in denen nicht einmal eingetragene Lebenspartnerschaften anerkannt werden.

Von: ©mk