Vorfall in Monza schlägt hohe Wellen

Homosexuell: 16-Jähriger darf nicht in die Klasse

Dienstag, 29. September 2015 | 17:54 Uhr

Monza – In Monza soll ein 16-jähriger Oberschüler, der ein katholisches Institut besucht, aufgrund seiner Homosexualität diskriminiert worden sein. Ein Vater schrieb der Schuldirektion einen Brief, wobei er auch eine Kopie der lokalen Presse weiterleitete, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

Laut Aussagen des Vaters sei der Schüler seit einigen Wochen gezwungen worden, längere Zeit vor der Klasse im Korridor zu verbringen. Auslöser war angeblich ein Foto, das ihn mit einem anderen Jungen zeigte und das er selbst in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht wurde.

Die Carabinieri haben die Ermittlungen aufgenommen. Unterdessen bestritt der Direktor, dass es zu Diskriminierungen gekommen sei. Sämtliche Entscheidungen seien im ausschließlichen Interesse des Schülers getroffen worden. Er habe sich auch nicht im Korridor aufgehalten, sondern im einen eigenen Raum, um ihn vor dem zu schützen, was in der Klasse vorgefallen sei, erklärt der Direktor laut Ansa.

Angeblich soll ein Klassenkamerad einem Lehrer von dem Foto berichtet haben. Der Vorfall hat auch auf politischer Ebene eine Reihe von Polemiken hervorgerufen.

Von: ©mk