In vielen Bienenstöcken musste künstlich zugefüttert werden

Honigproduktion in Italien sank witterungsbedingt dramatisch

Samstag, 11. September 2021 | 10:12 Uhr

Italien beklagt einen dramatischen Rückgang in der Honigproduktion in diesem Sommer. In Regionen wie Toskana und Emilia Romagna sei die Honigproduktion witterungsbedingt um 95 Prozent zurückgegangen. Allein in der Lombardei übersteigt der durch die fehlende Herstellung von Akazienhonig verursachte Schaden 30 Millionen Euro. Die bekannte “Honigwoche”, eine Veranstaltung, die seit 50 Jahren alljährlich in der toskanischen Stadt Montalcino organisiert wird, wurde abgesagt.

Im Durchschnitt produzierte ein Bienenstock in diesem Sommer zwischen 500 Gramm und einem Kilo Honig gegenüber den 20 Kilos in den Vorjahren, teilten die Organisatoren der Honigwoche mit. Eine kritische Situation, die sich auch auf die Honiggebiete des Südens ausgewirkt habe, weil die Produktion von Orangenhonig in vielen Gebieten Siziliens und Apuliens fast auf Null zurückgegangen und die durchschnittliche Produktion um 50 Prozent gesunken sei. So wird das Jahr 2021 als das kritischste seit Jahrzehnten in Italien in Erinnerung bleiben.

Dieser drastische Produktionsrückgang hat auch dazu geführt, dass die Honigwoche in Montalcino bei Siena, der Heimat des Brunello-Weins, die seit einem halben Jahrhundert jährlich stattfindet, abgesagt werden musste. Dabei sei die “Honigwoche in Montalcino” wegen ihrer Geschichte und Tradition eine der bekanntesten Veranstaltungen auf nationaler Ebene, erklärte der Bürgermeister von Montalcino, Silvio Franceschelli.

Die Wetterbedingungen haben die Frühjahrsproduktion von Löwenzahn und Kirschbäumen ernsthaft beeinträchtigt. Auch die Akazienhonigproduktion sei fast vollständig zum Erliegen gekommen, da sowohl in Nord- als auch in Mittelitalien im Frühjahr äußerst ungünstige klimatische Bedingungen, niedrige Temperaturen und unerwartete Fröste zu verzeichnen waren. Schwierige Wetterbedingungen haben auch die Blüte von Mandel-, Kirsch- und Zitrusbäumen im Süden stark beeinträchtigt, sodass die Nektarproduktion, die für die Ansiedlung und Entwicklung der Bienen für die späteren Ernten erforderlich ist, praktisch zum Erliegen kam.

Die Witterung der letzten Monate hat auch das Sammeln und Lagern von Nektar erschwert, der in erster Linie zur Fütterung der Bienen verwendet wird: In vielen Fällen waren die Landwirte gezwungen, die Bienen kostspielig künstlich zu füttern, um sie vor dem Verhungern zu bewahren und die Betriebe zu retten. Die Imkerverbände wiesen darauf hin, dass der Sektor in großer Not sei und nicht einmal die Bienenköniginnen verschont blieben. Die Befruchtungsrate sei witterungsbedingt um etwa 20 Prozent zurückgegangen, was den Imkereibetrieben große Verluste zufügte.

Von: apa

Kommentare

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29 Kommentare auf "Honigproduktion in Italien sank witterungsbedingt dramatisch"


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Grünschnabel
17 Tage 13 h

Ich glaube dass die Bienen mit der dummen spezies Mensch nichts mehr  zu tun haben wollen

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
17 Tage 5 h

Honigbienen sind Zuchtbienen. Sie brauchen den Mensch

brutus
brutus
Tratscher
17 Tage 5 h

Wenn du von der Honigbiene sprichst, die kann ohne Mensch nicht überleben! Ist ja ein Nutztier und nicht ein Wildtier!
Sie ist auf den Mensch angewiesen!

genau
genau
Kinig
17 Tage 3 h

@brutus

Wie ist das eigentlich bei Zuchtbienen?
Schweine können ja auch ohne Probleme in der Natur überleben.
Also wenn sie ihrer Stallung entkommen sollten.

falschauer
16 Tage 18 h

@Spiegel

gauso so ist es und nicht einmal diese ist der mensch imstande zuschützen, weil die lebensräume dank der spezies mensch immer enger werden…..und was ist mit den wildbienen, den hummeln, schmetterlingen, vögeln (-65% in den letzten 50 jahren) all den arten die der mensch zu seinem nutzen nicht benötigt???

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
16 Tage 14 h

Achtung es gibt kein Insektenssterben. Abundanzen sind normal.

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
17 Tage 10 h
Hallo nach Südtirol, zu der ganzen Wahrheit gehören auch die herbeigeklatschten Grossraubtiere. Die Entschädigungen sind komplett lächerlich und ein zerstörter Bienenstand bleibt in Zukunft aufgelassen weil es sich in 1000 Jahren nicht mehr lohnt etwas Derartiges wieder herzurichten. In 2015 gab es 15 bestätigte Zerstörungen und dafür wurde die gewaltige Summe von 2805 Euro ausgeschüttet.Insgesamt, nicht pro Schaden. Auf 15 bestätigte Zerstörungen kommt eine gewaltige Dunkelziffer, für diese “gewaltigen Entschädigungen” wird sich kaum jemand den tagelangen Papierkram anschaffen. Es heisst sogar die Berghöfe lassen es sein weil ein Bienenstock auch ein Köder für das Grossraubvieh darstellt. Wer den Bergbauer vernichtet… Weiterlesen »
Fritzfratz
Fritzfratz
Tratscher
17 Tage 5 h

@Andreas für Dich ist der Bär das grösste aller Übel, einmal siehst Du kleine weisse Kindersärge voraus, jetzt ist Meister Petz für das Bienensterben verantwortlich…aber wenn es um Corona geht spielst Du alles herunter. Du bist schon ein riesen Experte in Riskmanagment 😂

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
16 Tage 12 h
Hallo @Fritzfatz, der Bär geht weiterhin um und vernichtet tagtäglich Bienenwirtschaft, entweder direkt oder weil Entschädigungen und öffentliches Interesse eine Schande sind und die Bauern ihre Bienenstände aufgeben. Berichtet wird gerade sehr zurückhaltend wohl um den 4-Sterneplus-Touristen nicht zu verschrecken.Viele geben auch auf weil sie nicht das Grossraubvieh ködern und tagelang auf ihrem Hofgelände haben möchten. Flash-Mobs und Biodiversitätstänzchen auf den städtischen Markplätzen nützen den Bienen herzlich wenig.Und diese “Aktivisten” verfallen in schrille Veitstänze wenn die Rede auf “geschützte Alm-und Bergbewirtschaftung” kommt. Diesen Gruppen ist Südtirol auch im Prinzip egal, ihr “Fleisch” ist überwürzte Sojaerbsenpampe gerne aus südamerikanischen ehemaligen Regenwäldern… Weiterlesen »
andr
andr
Universalgelehrter
17 Tage 12 h

Ich würde sagen Gift bedingt👍aber Geld stinkt nicht 👍

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

die zahl der zuchtbienen steigen weltweit jährlich sogar, weil es olleweil mear imker und hobby imker gib… es werrt olm lei von bienensterben allgemein gredet obwohl sel eigentlich foscht lei die wildbienen betrifft

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

@So sig holt is
falsch die Honigbiene leidet massiv bei der Ausbringung der Pestizide, es wird immer alles schon geredet, Fakten sprechen was anderes

Stefa
Stefa
Tratscher
17 Tage 12 h

Abgesehen von ungünstigen Wetterbedingungen kann ich mir vorstellen dass auch die Gift herumspritzerei die in Apulien im
Sommer üblich ist ( disinfestazione), für Insekten auch auf Dauer nich zuträglich ist….Fledermäuse gibt es da nicht mehr….

Oracle
Oracle
Superredner
17 Tage 5 h

@Stefa, was ist mit Umweltverschmutzung verursacht durch alle Menschen? Abgase, Stickoxide, Elektrosmog, die die Bienen in ihrem Leben stören? Pflanzenschutz wird im Obstbau seit über 70 Jahren eingesetzt, im Weinbau seit über 100. Wäre es so wie manche behaupten, müsste es lange schon keine Bienen geben. Übrigens, wer den Begriff Gift verwendet, wird wahrscheinlich einen Bauern kennen, der Mittel der Kategorie giftig einsetzt. Naja, soganz wird das nicht stimmen….Nebenbei vergiftet jeder Autofahrer/in die Umwelt mit dem Auto, aber es ist einfacher eine bestimmte Kategorie dafür verantwortlich zu machen…um von den eigenen Verschmutzungen abzulenken..

Kingu
Kingu
Tratscher
17 Tage 58 Sek

Einseitige subjektive Meinung und ich bin der letzte der Bauern oder Landwirtschaft in Schutz nimmt. Spritzen kann es definitiv nicht sein, Pestizide gehen zurück oder bleiben konstant, ein gewaltiger überregionaler Einbruch, allein durch Versprühen von Pestizide nicht möglich. Auch wird die “wichtige” Biene überschätzt, allein die Obstbauern sind auf ihrer Bestäubung angewiesen und einige wenige Gemüsesorten. Getreide wachst allein und Obst gehört nicht zu den signifikanten Lebensmittel. In viele Kreisen landet Obst und Gemüse fast nie oder nie auf dem Tisch und gut 70% Speisen sind Getreideerzeugnisse.

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
16 Tage 17 h

@Kingu korrekt

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

@Oracle
das mag sein hat aber nichts mit der Tatsache zu tun, dass die Biene unter der massiven Ausbringung der Pestizide leidet

falschauer
17 Tage 7 h

unabhängig von der brühe welche versprüht wird, haben bienen in monokulturen einen sehr harten stand, aber nicht nur diese in in den letzten 50 jahren ist bei uns die artenvielfalt der vögel um 65% dezimiert worden, diese beispiele ließen sich in vielerlei hinsicht fortführen und sind ausdruck wie unsensibel der mensch mit mutter natur umgeht, welche sich jedoch rächen wird, die ersten anzeichen bekommen wir bereits zu spüren

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
17 Tage 5 h

Absolut falsche darstellung der Tatsache. 95% der Kulturpflanzen braucheb keine Befruchtung der Bienen.

Oracle
Oracle
Superredner
17 Tage 5 h

@falschauer, jeder sollte damit beginnen, keinen Asphalt und keinen Beton mehr. Spielplätze, Parks, Fussballfelder, Freibäder und den Vorgarten vor dem eigenen Haus nicht mehr mähen. Das wäre ein guter Anfang! Parkplätze ohne Asphalt oder Pflasterung! Wir haben in Südtirol soviel Strassenfläche wie Weinbau!

falschauer
16 Tage 19 h

@Spiegel

welche aussage ist falsch, schon wieder einer der am thema vorbei redet, ich habe geschrieben dass die monokulturen für die bienenvölker nicht förderlich sind, sprich einmal mit einem imker und du antwortest darauf, dass kulturpflanzen keine befruchtung der bienen benötigen, das ist ja ganz ein anderes thema, also erst lesen, dann denken und letztendlich schreiben…..

ps: wie werden kukturpflanzen dann befruchtet? das wäre interessant zu wissen

falschauer
16 Tage 19 h

@Oracle

das ist völlig korrekt, die problematik ist vielschichtig, der rasen im garten muss perfekt sein, man schafft sich sogar mähroboter an, welche die ganz zeit im garten herumkurven, blumen wiesen gibt es in tallagen keine mehr und in den bergen werden wiesen und tonnen von mist erstickt, sodass nur mehr löwenzahn wächst, die früheren lebensräume der bienen gibt es nicht mehr und die restlichen verbliebenen biotope wie in brixen, sollen der industrie zum opfer fallen, einfach nur mehr eine verrückte, naturfeindliche gesellschaft

falschauer
16 Tage 19 h

@Spiegel

und das gibt dir das recht diese auszurotten, alles was der mensch nicht benötigt wird einfach eliminiert, schau in deinen spiegel vielleicht errötest du oder hast du auch kein schamgefühl

i

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

@Oracle
du redest am Thema vorbei

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

@Spiegel
typischer Spiegel Kommentar…Fakt ist dass in Südtirol zu viel Pestizide ausgebracht wird, es wird immer nur vom Bauerbund schöngeredet

TKirk
TKirk
Grünschnabel
15 Tage 18 h

@Aurelius
Dass die “kleinen” und somit meisten Bauern auch nur Opfer in dieser Maschinerie sind ist dir hoffentlich klar.
Die einzig großen Profiteure sind Pestizid- und Saatgutkonzerne.

schneidigozoggla
17 Tage 12 h

Honig isch amfoch geil. Rettit di Bienen!

genau
genau
Kinig
17 Tage 3 h

🤔🤔

burner
burner
Neuling
16 Tage 4 h

“kostspielig künstlich zu füttern”?
kommt da nicht nur Zuckerwasser rein?

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