Mehr Italiener im September auf Urlaub - Ausländer bleiben aus

Hotels in Italiens Kunststädten drücken Preise

Sonntag, 20. September 2020 | 10:00 Uhr

Die italienischen Kulturstädte beklagen einen starken Rückgang bei der Besucherzahl. Ausländer blieben in diesem Sommer von einstigen Touristenmagneten wie Venedig, Florenz und Rom fern. Hotels und Pensionen reagierten mit einer Senkung der Preise.

Laut Angaben des Konsumentenschutzverbands UNC meldeten die Hotels in Venedig einen Preisrückgang von 22 Prozent, in Florenz von 7,5 Prozent und von 4,5 Prozent in Rom. Nachlässe bei den Hotelpreisen gab es auch im toskanischen Lucca, (-13,9 Prozent) und in der Adria-Badeortschaft Rimini (-10,3 Prozent). Auf gesamtstaatliche Ebene wurde bei den Hotelpreisen ein Rückgang von durchschnittlich 2,1 Prozent verzeichnet.

UNC-Präsident Massimo Dona sprach von einer “Rekorddeflation” in der italienischen Hotellerie in diesem Sommer. “Angesichts des starken Nachfragerückgangs haben die Hoteliers mit Preisnachlässen reagiert, in der Hoffnung, die Verluste einzudämmen”, meinte Dona.

Die italienischen Bade- und Bergorte bekamen die Krise weniger zu spüren. Laut UNC stiegen die Hotelpreise in Trentino Südtirol um 5,3 Prozent. In der süditalienischen Region Kampanien wurde ein Wachstum von 4,1 Prozent gemeldet.

Wer sich einen Urlaub am Meer gegönnt hat, musste laut dem Konsumentenschutzverband bis zu 35 Prozent mehr für Badeanstalten ausgeben, die ihre Preise wegen Corona-Auflagen und Distanzierungsmaßnahmen erhöhten. Um Liegen und Sonnenschirmen in einer italienischen Badeanstalt zu mieten, muss man durchschnittlich zwischen 25 und 30 Euro pro Tag ausgeben.

Der stärkste Zuwachs bei den Preisen von Badeanstalten wurde in Ligurien (+35 Prozent), an der Amalfi-Küste (+30 Prozent), in der Toscana und Latium mit einem Plus von zehn Prozent verzeichnet. Geringere Preiserhöhungen gab es in Süditalien.

Von: apa