Valentino Rossi braucht einen Sieg

“Il Dottore” Rossi bei Heimevent in Misano unter Druck

Freitag, 09. September 2016 | 16:08 Uhr

Es ist das ultimative Heimspiel von Italiens MotoGP-Held Valentino Rossi: Der Grand Prix von San Marino in Misano am Sonntag. Und in seinem Wohnzimmer braucht der “Doktor” einen Sieg, um in der Weltmeisterschaft gegenüber Marc Marquez nicht noch mehr ins Hintertreffen zu geraten. Nach 12 von 18 Rennen führt der Spanier 50 Punkte vor Rossi, der auf der Jagd nach seinem zehnten Titel ist.

In der Motorrad-WM geht es derzeit Schlag auf Schlag. Nur eine Woche nach Silverstone steht in Misano bereits der nächste Klassiker auf dem Programm. Neben Hausherr Rossi, dessen Heimat Tavullia nur acht Kilometer Luftlinie von der Rennstrecke entfernt ist, und Marquez gibt es in der Königsklasse derzeit einen Haufen weiterer Anwärter auf Spitzenplätze.

In den vergangenen sieben Rennen gab es exakt so viele Sieger: Jorge Lorenzo, Rossi, Jack Miller, Marquez, Andrea Iannone, Cal Crutchlow und Maverick Vinales. Iannone (Spielberg), Crutchlow (Brünn) und Vinales (Silverstone) feierten zuletzt außerdem ihren jeweils ersten Erfolg, zuvor war das schon Miller in Assen gelungen. Da ist es kein Wunder, dass Beobachter bereits von einer “Goldenen Ära der Unberechenbarkeit” in der MotoGP sprechen.

Mehr als sieben Sieger in einer Saison hat es überhaupt noch nie gegeben. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich die Zahl bis zum finalen Showdown in Valencia noch erhöht. Wiewohl es Rossi wohl bevorzugen würde, wenn bei den ausständigen Rennen nur er selbst zum Zug kommt. Sechs Rennen stehen noch auf dem Programm, maximal 150 Punkte sind zu holen.

“Misano, das ist mein Kurs”, betonte der 37-jährige, der auf der Rennstrecke in der Emilia-Romana bisher dreimal gewonnen hat. Sein Hersteller Yamaha schaffte das bei sechs Versuchen übrigens schon sechs Mal. “Das ist ein ganz besonderes Rennen hier, für alle Fahrer hier aus der Gegend. Hier macht es immer sehr viel Spaß, die Stimmung ist gut”, meinte Rossi. “Ich kann kaum erwarten, dass es los geht.”

Marquez ließ noch einmal kurz das Silverstone-Wochenende Revue passieren. Dort war er nicht über Platz vier hinausgekommen, während Rossi Dritter wurde. “Aber wir haben nur drei Punkte verloren und ich liege noch 50 Zähler vorn”, bemerkte der Spanier, der auf dem nach Marco Simoncelli benannten Kurs im Vorjahr gewonnen hat.

Einig sind sich alle Fahrer, dass warmes Wetter und eine trockene Strecke der Optimalzustand wären. “Es sieht nach einem schönen Wochenende aus, was das Wetter angeht. Das wäre gut, vor allem, damit wir mit den Reifen ein bisschen was probieren können”, sagte Rossi.

Spielberg-Sieger Andrea Iannone wird den Großen Preis von San Marino aufgrund eines Trainingssturzes am Freitag verpassen. Wie sein Team Ducati mitteilte, diagnostizierten Ärzte in einem nahe der Rennstrecke gelegenen Krankenhaus den Bruch eines Rückenwirbels bei dem Italiener und erteilten ihm keine Freigabe für das Rennen am Sonntag.

Von: apa

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