Zeitung: Einrichtungen in Sizilien "vor dem Kollaps"

Italien befürchtet neue Flüchtlingswelle – Helfer überfordert

Donnerstag, 01. September 2016 | 11:05 Uhr

Nachdem seit Samstag fast 15.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet worden sind, befürchtet die italienische Regierung eine weitere Welle an Ankünften im September. Die Zahl der seit Jahresbeginn eingetroffenen Flüchtlinge ist bereits höher als die im selben Zeitraum 2015, heißt es nach offiziellen Zahlen vom Donnerstag. 118.903 Menschen erreichten 2016 am Seeweg Italien.

Im Vergleichszeitraum 2015 waren es 116.149 Menschen. “Es ist der große Ansturm vor Herbst-Beginn. Schlepper nutzen die letzten Sommertage vor Beginn des schlechten Wetters aus, um so viele Menschen wie möglich nach Europa zu schleppen”, wurde ein Funktionär des italienischen Innenministeriums von der Tageszeitung “La Repubblica” zitiert.

Die Zahl der Neuankömmlinge seit Samstag macht allein zehn Prozent der Ankünfte des ganzen Jahres aus. Unter denen, die Sizilien erreichten, befinden sich auch rund 1.000 Minderjährige. “Die Flüchtlingseinrichtungen auf der Insel stehen vor dem Kollaps”, klagte die Tageszeitung “La Stampa”.

147.722 Asylwerber versorgt Italien zurzeit, 2015 waren es 103.792 und 2014 noch 66.066. Italien macht Druck auf Gemeinden und Regionen, damit sie mehr Flüchtlinge aufnehmen. Das Innenministerium appellierte an die Kommunen zu mehr Hilfsbereitschaft. Die Region, die die meisten Menschen versorgt, ist die Lombardei mit 19.446 Menschen. Das sind 13 Prozent aller Flüchtlinge in Italien. Es folgt Sizilien mit einem Anteil von elf Prozent an der gesamten Flüchtlingszahl (15.683).

Südtirol versorgt 1.404 Flüchtlinge, der Trentino 1.226, in Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien waren es 4.765, teilte das Innenministerium mit.

1.200 Migranten sind zuletzt auf Lampedusa eingetroffen. 300 Personen befinden sich bereits in der Flüchtlingseinrichtung auf der Insel. “Der Hotspot von Lampedusa ist ein Chaos. So kann man Flüchtlinge nicht versorgen. Die Migranten müssen sofort aufs Festland gebracht werden, auch mithilfe von Militärschiffen”, sagte die Bürgermeisterin von Lampedusa, Giusi Nicolini.

Inzwischen verschärft Italien die Offensive gegen die Schlepperei. Fünf mutmaßliche Schlepper wurden in Cagliari auf Sardinien festgenommen. Sie hatten sich unter die 617 Migranten gemischt, die am Mittwoch an Bord eines Militärschiffes eingetroffen waren. Weitere sieben Schlepper wurden im sizilianischen Hafen Pozzallo festgenommen.

Von: apa

Kommentare

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25 Kommentare auf "Italien befürchtet neue Flüchtlingswelle – Helfer überfordert"


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speckbrot
Grünschnabel
24 Tage 9 h

De werden ihren unverontwortlichen Bevölkerungsüberschuss los und mir derholtn sie. 
Wählts endlich de Verbrecher ob, onstott sie ba jeder Wohl wiederzubestätigen

MN76
Neuling
24 Tage 6 h

unverantwortlichen Bevölkerungsüberschuss? weißt du eigentlich was Europa in Nordafrika alles veranstaltet hat? Wie viele Menschen, Kinder, Familien umgebracht und versklavt wurden? Von der wirtschaftlichen Ausbeutung des gesamten Kontinent nicht Mal zu sprechen! Aber klar, ein einfaches Weltbild macht das Leben leichter…
und @sakrihittn, dann erklär Du mir bitte Mal mit deinem Weitblick was für dich die Lösung wäre? Grenzen zu, weg schauen und gleich weiter machen? 
Bitte um kurzer Erklärung. Danke

sakrihittn
Grünschnabel
24 Tage 4 h
@MN76 Nehmen sie einen Weltatlas in die Hand und schauen sie die Grössenverhältnisse der Kontinente an. Der Rest müsste einem selber einleuchten. Wir haben in den letzten 100 Jahren ein Bevölkerungswachstum das abnormal ist. Und kommen sie mir nicht mit den armen Völkern, bei denen ist Wirtschaft-Turismus-Landwirtschaftspotenzial bis zum abwinken. Man halt dafür etwas tun, zb arbeiten und vor allem zusammenarbeiten. Das sich dort jeder gegen jeden bekämft um die Vorherrschaft zu haben ist nicht unser Problem. Das sie von Grosskonzernen ausgebeutet werden stimmt, nur werden wir das auch. Und es ist nicht die Schuld der normalen Bevölkerung hier, die… Weiterlesen »
maria zwei
Tratscher
24 Tage 32 Min

@sakrihittn …mein Gott wie recht du hast….Wir steuern geradewegs auf eine Katastrophe zu….und keiner tut was!!!!!!

Missx
Grünschnabel
22 Tage 12 h

MN67
Du hast vollkommen recht. Es herrscht gerade ein Umkehrschluss. Momentan gleicht sich alles aus. Unser Reichtum basiert auf Sklaverei und Ausbeutung.
Trotzdem müssen wir nicht zulassen, was gerade passiert.

sakrihittn
Grünschnabel
24 Tage 9 h

Die Aufnahme der ganzen Welt in Europa kann nur einem kranken Hirn ohne Weitblick entsprungen sein oder einer Organisation die den Untergang dieses Kontigents will.

Der Boese
Grünschnabel
24 Tage 9 h

Mir hobm jo no Plotz genua wen amol voll isch nor kenen mir Einheimische gian aso weit kims no!

tomsn
Grünschnabel
24 Tage 8 h

ha ha ! In kürze geat do brenner zua! Noa werts schun segn wos do bei ins obgeat!
Richtig schlecht solln di Zustände do bei ins werdn! Nur so wochn di mochthober amol au!
Di Kriminalität steigt eh schon proportional mit do Ausländerzahl!

Mike
Grünschnabel
24 Tage 8 h

Migranten, nicht Flüchtlinge. Syrier sind nicht schwarz. 

Mikeman
Tratscher
24 Tage 8 h

@ Der Boese

das ist so gut wie sicher , wir werden abhauen muessen wenn wir nicht die eigene Haut riskieren wollen,wird gar nicht mehr lange dauern !!Schaffen tun wir bereits schon gar nicht mehr .

leila
Grünschnabel
24 Tage 8 h

Losst man imana in kloanen finger…nemmansa die gonze hond…des isch a olter spruch den man nia vergessn soll…leidr

heinold
Neuling
24 Tage 8 h

Im Buch “Die Schlafwandler” wird das Verhalten der europäischen “Elite” beschrieben, das zum ersten Weltkrieg führte. Alle wollten damals nur das Beste und keiner wollte den Krieg. Wir sind nun mit unseren politischen Schlafwandlern haargenau an derselben Stelle angekommen. Alle wollen nur das Beste und keiner will einen Krieg.  

hoffnung
Grünschnabel
24 Tage 8 h

In Mittel- und Süditalien gibt es laut Medienberichten viele Dörfer wo fast keine Bevölkerung mehr lebt, da viele in die Städte gezogen sind. Man könnte die Einwanderer ja in diesen menschenleeren Dörfern, die sonst dem Verfall preisgegeben sind, unterbringen. Unsinnigerweise verfrachtet man die Flüchtlingen lieber in den Norden in Grenznähe. Daher ist es voll verständlich, wenn die Nachbarländer die Grenzen dicht machen.

FAIRNESS81
Neuling
24 Tage 6 h
Es gibt Menschen auf der Welt den man unbedingt helfen muss (in meinen Augen z.B. Frauen/Kindern/alten Menschen in weiten Teilen Syriens und Irak z.B.). Meistens kommen aber nur junge Männer und in Italien sowieso die meisten aus Ländern für die es zu 99% keinen Asylgrund gibt (Tschad, Nigeria, Elfenbeinküste, usw…) Bei der Messerstecherei in Eppan in der Flüchtlingsunterkunft waren es Migranten aus Pakistan wo es auch keinen Krieg gibt. Auch wenn es nur eine Hoffnung bleiben wird, die Politik sollte sich wieder zurück zur Menschlichkeit bewegen und diese über politische und wirtschaftliche Interessen stellen. Wenn man hilft wo es wirklich… Weiterlesen »
Staenkerer
Superredner
24 Tage 3 h
frauen u. kinder umnolte bleiben sowohl in den kriegsgebieten als auch in den restlichen ländern im elend sitzn u. de jungen kompf u.arbeitsfähigen männer roffn olles zomm u. gien! in europa wern olle einerglossn ohne ausweis, mit ausweis, mit gfälschtn ausweis u. mit mehreren zur auswahl, koaner frog warum se “gflüchtet” sein u. vor wos, ob se dahoam besitz hobn od. nix, wos sie sich do erwortn, ob se orbeitn welln u. wenn jo wos! ob se bleibn welln u. wenn jo, wie groaß de familie isch de nochkemmen soll! wo sie wohnen solln u. wie se ihr lebn finanziern… Weiterlesen »
Volk
Grünschnabel
24 Tage 8 h

Wieder zurückbegleiten..zelte könne man auch in nordafrika aufstellen.

Ninni
Tratscher
24 Tage 7 h

An alle Kommentatoren hier:
Habt vollkommen Recht ..
P O L I T I K E R..aufwachen..so macht mal was ..nicht nur blabla..am Ende dann, dann, dann 😨

Staenkerer
Superredner
24 Tage 6 h

der fährverkehr funktionierat a umgekehrt: voller von sizilien – lybanon u. laarer zrugg!
fahrroute u. anlegestellen in lybanon sein eh bestens bekonnt … der geldfluß war holt unterbrochn u. a poor millionenschwere neureiche u. no reicher gewordene müßten sich mit den bis jetz ergaunertem begnügen !

italo.
Neuling
24 Tage 4 h

Wünsche Europa und insbesonder Ösi,Deut.noch viel mehr dieser Kultur Typen,damit Sie endlich beginnen diesen Politsack zu verjagen. Es ist schon fast zu spät.Danke Putin,das Du solche Pfeifen nicht in Deine Regierung lässt.

oldenauer
Grünschnabel
24 Tage 2 h

Der Untergang Europas nimmt weiter seinen Lauf, wer seine Grenzen nicht sichern kann oder will, hat auch nichts anderes verdient. Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken, gell Herr Juncker.

Polarstern
Neuling
24 Tage 4 h

Nicht nur Italien fürchtet sich !

austria
Neuling
24 Tage 3 h

„In Libyen halten sich derzeit 900.000 Migranten auf. Der Anteil derjenigen, die gegenwärtig nach Europa wollen und auch die Mittel dazu haben, wird auf 200.000 geschätzt“, so das Geheimpapier des österreichischen Heeresnachrichtendienstes laut „Kronen-Zeitung“.

Tabernakel
Grünschnabel
22 Tage 3 h

Ach, La Repubblica – das Sprachrohr der rechten Menschenfeinde?

Andreas
Grünschnabel
22 Tage 11 h

jo miasst hot a mol aufhearen de Leit olle herzuschiffen. wieder zrugfihren wou sie gstartet sein.

zombie1969
Grünschnabel
21 Tage 4 h
Man kann diskutieren, moralisieren, sich winden, mal kurz am Rotwein nippen, um dann wieder von vorn anzufangen mit dem Ergebnis: Es hilft alles nichts. Wann fällt auch dem Letzten endlich ein, dass es für Europa am Ende nur eine Lösung gibt und die heisst: Aussengrenzen dicht machen und Europa zur Festung ausbauen und zwar aus reinem existenziellen Selbstschutz.  Die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung in der “Dritten Welt” lässt keinen anderen Schluss zu. Man kann vielleicht noch ein paar Jahre so weiter machen mit dem Zustrom. Das verkraftet Europa noch, aber irgendwann wird es eng.  Wie man dann den Ländern vor Ort… Weiterlesen »
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