1,17 Kinder pro Italienerin

Italien ohne Bambini – Rekordtief an Geburten

Mittwoch, 15. Dezember 2021 | 07:20 Uhr

Die unsichere Wirtschaftslage infolge der Pandemie wirkt sich negativ auf die Geburtenrate in Italien aus. Das Land hat 2021 ein neues Rekordtief an Geburten erreicht, nachdem bereits 2020 so wenige Kinder geboren wurden wie seit dem Ersten Weltkrieg nicht mehr. 2021 ist die italienische Bevölkerung unter die Schwelle von 60 Millionen Einwohnern gesunken, teilte Italiens Statistikamt Istat am Dienstag mit.

2020 kamen laut Istat-Angaben 404.892 Kinder zur Welt, das sind 15.000 weniger als 2019. Die Zahl der Kinder pro Italienerin sank auf 1,17. Seit 2009 ist die Zahl der Geburten um 29,8 Prozent gefallen. Die Italienerinnen sind bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 32,4 Jahre alt. Seit 2012 sinkt auch die Zahl der Kinder mit zumindest einem ausländischen Elternteil.

Buben, die 2020 zur Welt gekommen sind, heißen vorzugsweise Leonardo. Der Name war im vergangenen Jahr beliebter als Francesco, der jahrelang der meist verbreitete Name für männliche Neugeborene war, gab das Statistikamt Istat bekannt. Bei Mädchen sind die Namen Sofia, Giulia und Aurora am beliebtesten. In Südtirol waren Emma und Jonas die bevorzugten Namen für Neugeborenen im Jahr 2020.

Die früher typisch italienischen Vornamen Giuseppe und Maria haben allerdings von der Wiederentdeckung der biblischen Tradition nach mehreren Jahren, in denen exotische Namen gefragt waren, nicht profitiert. Beide sind nicht im Ranking der beliebtesten Vornamen enthalten.

Von: apa