Die Oscars warten noch auf ihren Einsatz

Italien schickt Film über Roma-Familie ins Oscar-Rennen

Mittwoch, 27. September 2017 | 10:51 Uhr

Italien schickt “A Ciambra” des italo-amerikanischen Regisseurs Jonas Carpignano ins Rennen um den Oscar für den “Besten fremdsprachigen Film”. Dies hat eine Jury in Rom entschieden. Der Film, der beim Filmfestival in Cannes vorgestellt worden war, kreist um eine Roma-Familie in der süditalienischen Region Kalabrien.

Protagonist des Films ist der 14-jährige Pio Amato, der sich selbst als Mitglied eines Roma-Clans in der kalabresischen Hafenstadt Gioia Tauro spielt. Mit ihm tritt seine Familie aus vier Generationen im Streifen auf. Mit Handkamera werden Verwandtschaften, Beziehungen und Machtverhältnisse in der Roma-Gemeinschaft beleuchtet. Der Titel des Films stammt von der Roma-Siedlung Ciambra, in der Pio lebt.

Produzent des Films ist der US-Regisseur Martin Scorsese. Er hatte “A Ciambra” die Finanzierungen aus jenem Fonds zur Verfügung gestellt hat, die er mit anderen Filmproduzenten zur Unterstützung junger Filmemacher eingerichtet hat. “Scorsese hat mir gratuliert”, berichtete der 33-jährige Campignano.

“A Ciambra” ist Campignanos zweiter Film nach “Mediterranea”, einem Streifen über afrikanische Migranten in Kalabrien. Mit Campignano erhofft sich das italienische Kino einen weiteren Erfolg nach Paolo Sorrentinos “La Grande Bellezza”, der 2014 mit dem Auslands-Oscar ausgezeichnet worden war.

Von: apa