Bis zu 50 Prozent weniger Touristenin in Florenz

Italienischer Kulturtourismus beklagt Milliarden-Einbußen

Mittwoch, 26. August 2020 | 15:36 Uhr

Die Kulturstadt Florenz beklagt Riesenschäden wegen der Coronavirus-Epidemie. Wegen starken Einnahmerückgängen in den Bereichen Mode, Tourismus und Handwerk habe die Stadt Verluste in der Größenordnung von sieben Milliarden Euro zu melden, berichtete der Bürgermeister Dario Nardella in einem Radiointerview.

“Der Sommer ist schlecht verlaufen. Die Zahl der Touristen ist um 50 Prozent gesunken. Es besteht Sorge wegen der Ungewissheit der nächsten Monate”, gab der Bürgermeister zu. Die Stadt bemühe sich, mit großen Veranstaltungen zu reagieren. Kommende Woche (2. und 3. September) sind im Palazzo Pitti Defilees des Modehauses Dolce&Gabbana geplant. In Mugello ist am 13. September der Formel 1-Grand Prix der Toskana vorgesehen. Am Vortag wird der tausendste GP mit Ferrari gefeiert.

Schwierig ist die Lage auch in den Kulturstädten Rom und Venedig. Während der Tourismus in Bade- und Bergortschaften dank der starken Präsenz italienischer Urlauber positive Resultate im Sommermonat August meldet, beklagen die vor allem auf Ausländer angewiesenen Kunststädte starke Einnahmenrückgänge.

“In den Kulturstädten ist der internationale Tourismus nicht von italienischen Besuchern kompensiert worden, die sich im Sommer vor allem für einen Strandurlaub entscheiden”, berichtete Roberto Calugi, Generaldirektor des Verbands Fipe-Confcommercio, der Inhaber von Restaurants und Lokalen vereint. In vielen Städten wie Mailand, Florenz und Rom haben unzählige Lokale nach dem Lockdown nicht mehr geöffnet.

Die Ausgaben der Italiener für den Sommerurlaub sind infolge der Coronakrise stark gesunken. Gegenüber dem Sommer 2019 kürzten die Italiener ihre Urlaubsausgaben um 25 Prozent auf 588 Euro pro Kopf, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstituts Ixe hervor. Trotz Coronavirus haben zwar 73 Prozent der Italiener einen Sommerurlaub verbracht, das sind aber 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Die geringeren Ausgaben seien das Ergebnis von kürzeren Urlauben in Ortschaften, die in der näheren Umgebung des Wohnsitzes liegen.

Von: apa

Kommentare

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13 Kommentare auf "Italienischer Kulturtourismus beklagt Milliarden-Einbußen"


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Spiegel
Spiegel
Superredner
1 Monat 1 Tag

Gut für die Umwelt!

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Corona…das neue “Umweltschutz Programm” der italienischen Regierung. 🙈🙈🙈

Spiegel
Spiegel
Superredner
1 Monat 1 Tag

@Ars Vivendi genau GRETASALVAITALIA! 😉

koana
koana
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Die haben sich doch jahrelang dumm und dämlich verdient, da sollte man doch meterhohe Rücklagen gebildet haben. Wenn nicht – Merkel schafft das schon…..

schreibt...
schreibt...
Superredner
1 Monat 1 Tag

@koana Jaja, di Italos freuen sich schon auf Merkels “geschenktes” Geld! 🇮🇹🇩🇪🇮🇹🇩🇪

eisern
eisern
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Ich finde es gut, dass alles etwas zurück geht. Ständige Staus, Stress überhöhte Preise, Müll und Chaos. Das braucht kein Mensch. Seit die Kreuzfahrtschiffe Venedig heimsuchen war die Stadt nicht mehr schön. Genau so wie die Billigflieger nach Rom, Mailand usw. .Wenn nur ein Viertel aller Leute nach Corona das Verhalten ändert wäre das toll.

Nera
Nera
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

“Wenn nur ein Viertel aller Leute nach Corona das Verhalten ändert wäre das toll.”
Eher friert die Hölle zu.
Am Anfang glaubte ich auch,daß einige Leute ihr Verhalten ändern werden.
Ich wurde aber schnell eines Besseren belehrt.

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 1 Tag

Mal eine Lektion,vielleicht hört die Abzockerei in allen Ecken mal endlich auf und wer weiss was da noch kommt 😳

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Tratscher
1 Monat 1 Tag

50 Prozent weniger ist immer noch gut. Die Leute sind viel zu verwöhnt.

Lelemar
Lelemar
Neuling
1 Monat 1 Tag

Und die letzten Jahre immer Rekorde auf Rekorde.

Savonarola
1 Monat 1 Tag

nur die Schattenwirtschaft plärrt nicht

schnegge
schnegge
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

dafür kann man sich im pustertal gar nicht mehr drehen weil alles überfüllt ist!!! bin immer gerne wandern gegangen… heuer war es ein alptraum!!!

One
One
Superredner
1 Monat 1 Tag

Da gibts nichts zu jammern. Tore und Türen auf für alle und auf gehts. Jammern ist nicht mehr In.

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