"Bergtourismus braucht Zeit, um sich organisieren zu können"

Italiens Alpenregionen fordern Öffnung der Skipisten

Dienstag, 29. Dezember 2020 | 14:50 Uhr

Sechs oberitalienische Regionen fordern von der Regierung in Rom Klarheit über die Öffnung der Skipisten. Laut der letzten Regierungsverordnung können die Skianlagen ab dem 7. Jänner in die Wintersaison starten, doch das wissenschaftliche Komitee CTS, das die Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie berät, wehrt sich dagegen.

“Der Bergtourismus braucht Zeit, um sich organisieren zu können. Wir fordern von der Regierung Klarheit über das Datum, an dem die Skianlagen wieder öffnen werden”, hieß es im Schreiben der Regionen Piemont, Lombardei, Emilia Romagna, Venetien, Friaul Julisch Venetien und Trentino Südtirol. Ohne den Wintertourismus liege die Wirtschaft unzähliger Berggemeinden lahm.

Das technisch-wissenschaftliche Komitee der Regierung in Rom hat das Sicherheitsprotokoll für die Aufstiegsanlagen noch nicht genehmigt. Der Vorschlag, mit 80 Prozent der Kapazität bei Umlaufbahnen und mit 100 Prozent bei Sessel- und Skiliften zu starten, ging dem Komitee zu weit. Noch völlig offen ist, welche Auflagen für Hütten an den Pisten gelten sollen.

Mit einer Verordnung hatte die Regierung in Rom beschlossen, dass die Skipisten erst nach Ende der Weihnachtsfeiertage am 7. Jänner öffnen dürfen. Nach Ende der Weihnachtsfeiertage, wo ein Lockdown verhängt wurde, will Italien im Kampf gegen das Coronavirus wieder auf das Ampelsystem zurückgreifen. Dieses sieht die Einstufung der Regionen in drei Risikozonen vor. In den Gelben Zonen dürfen – anders als in den beiden anderen Risikogebieten – die Lokale tagsüber wieder öffnen.

Von: apa

Bezirk: Bozen