Italiens neuer Außenminister Luigi Di Maio

Italiens Außenminister will Dublin-Abkommen reformieren

Freitag, 06. September 2019 | 12:23 Uhr

Die Migrationsfrage soll eine Priorität der neuen italienischen Regierung sein. Das schrieb Italiens neuer Außenminister und Chef der Koalitionspartei Fünf Sterne, Luigi Di Maio, in einem Grußschreiben an die italienischen Diplomaten nach seiner Vereidigung am Donnerstag. “Wir wollen für eine Reform des Dublin-Abkommens arbeiten”, so der 33-jährige Di Maio.

Wichtig sei, dass auch die anderen EU-Mitgliedsstaaten Verantwortung für die ankommenden Migranten übernehme. Di Maio, der im römischen Außenministerium den parteilosen Minister Enzo Moavero Milanesi beerbt, will sich auch für mehr europäische Investitionen in Afrika einsetzen. Afrika dürfe nicht als Problem, sondern als Chance betrachtet werden.

Der Chef der europakritischen Fünf-Sterne-Bewegung versicherte, dass Italien seinen europäischen Werten treu bleiben werde. Diese Aussage dürften in Brüssel gut ankommen.

Di Maio hatte in den vergangenen Monaten als Vizepremier für Streit zwischen Italien und Frankreich gesorgt. Nachdem er im Februar Vertreter der französischen Gelbwesten-Protestbewegung in Paris getroffen hatte, zog Frankreich aus Protest vorübergehende seinen Botschafter in Rom zurück.

In der vergangenen Regierung der Fünf-Sterne-Bewegung mit der rechten Lega war Di Maio von Innenminister Matteo Salvini in den Hintergrund gedrängt worden. Im vorherigen Kabinett war er Vizepremier, Industrie- und Arbeitsminister. In Geografie unterliefen dem jungen Politiker aus der Industriestadt Pomigliano d’Arco bei Neapel einige Fauxpas. Einmal verortete er den chilenischen Diktator Augusto Pinochet in Venezuela. Auch seine Englischkenntnisse gelten als bescheiden.

Di Maio, der gerne Vizepremier geblieben wäre, wird neben dem Job als Außenminister auch Zeit finden müssen um, sich um die Reorganisation seiner Partei zu kümmern. Bei den letzten EU-Wahlen hatte die Fünf Sterne-Bewegung sechs Millionen Stimmen verloren und war von 33 auf 17 Prozent zusammengebrochen.

Von: apa

Kommentare

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11 Kommentare auf "Italiens Außenminister will Dublin-Abkommen reformieren"


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Ratziputz
Ratziputz
Grünschnabel
15 Tage 8 h

Der sollte vorerst einmal Englisch lernen, damit er sich auf dem internationalen Parkett verständigen kann, denn da reicht es nicht mit “siamo in Italia, si parla italiano”😏

Pacha
Pacha
Superredner
15 Tage 3 h

Mehr als Ja darf er eh nicht sagen, daß wird er in Brüssel schon noch lernen 👩‍🏫

Costa
Costa
Tratscher
15 Tage 7 h

Hat Di Maio denn keine Berater, die ihn davon abhalten sich in Posten zu verkrallen, für die er offensichtlich ungeeignet ist? Peinlich!

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
14 Tage 23 h

Eigentlich hätte er in den Ministerien bleiben sollen, in denen er in der vorigen Regierung war, und dort die angefangenen Sachen zu Ende führen.

Oder hat er die grösse des dortigen Saustalls bemerkt und will es lieber irgendwo anders probieren ?

joe02
joe02
Tratscher
15 Tage 8 h

Des werd no wos werdn mit de haselen

Zugspitze947
Zugspitze947
Superredner
15 Tage 4 h

Also so gut wie der Hetzer Salvini können sie es sicher auch 🙂

Spitzpassauf
Spitzpassauf
Superredner
15 Tage 3 h

Er muß die Grenzen dicht machen,umverteilen nützt nichts,da täglich immer mehr kommen.Erdogan hat auch schon gedroht daß er ende September die Flüchtling in der Türkei (cs 3,6 Mio) nach Europa weiterschickt. Da der Zustrom nicht abreißen wird muß man die Grenzen dicht machen,das Sozialsystem wird diesen Druck auch nicht mehr lange standhalten. Das Sicherheitssystem übrigens auch nicht.

krawatte
krawatte
Neuling
15 Tage 5 h

Naaa der di maio…🤣🤣🤣wo steht der nachste zirkus….denn da wäre er genau richtig🙈🙈🙈🤣🤣🤣

Sun
Sun
Superredner
12 Tage 7 h

Immerin hat er dafür gesorgt, dass der Faschistenverehrer Salvini kurzfristig aus der Bildfläche verschwindet.

zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
10 Tage 23 h

Nicht vergessen, dass es sich bei den “Flüchtlingen” um junge kräftige Syrer und Iraker handelt, welche vor dem Daesh (IS) geflohen sind und dessen Bekämpfung mutigen jungen Amerikanern, Russen und Kurdenmädchen überlassen haben.
Den Wiederaufbau des Landes überlassen sie sowieso den Alten, Kranken, Verwundeten, Frauen und Kindern, für die B. al-Assads Fassbomben offenbar weniger gefährlich waren, als für die jungen kräftigen Flüchtlingsmänner.

Daktari
Daktari
Grünschnabel
12 Tage 3 Min

Wer zuletzt lacht, lacht am Besten , warte nur auf Neuwahlen und es vergeht dir so zu lachen 

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