Krisengeschütteltes Unternehmen beteiligt sich am Bau des BBT

Italiens Baugesellschaft Astaldi kämpft gegen Bankrott

Donnerstag, 11. Oktober 2018 | 13:30 Uhr

Rom – Der italienischen Baugesellschaft Astaldi, die unter anderem einen Auftrag für die Errichtung eines Bauloses auf der italienischen Seite des Brennerbasistunnels (BBT) erhalten hat, droht die Pleite. Das börsennotierte Unternehmen hat in den vergangenen Tagen in Rom ein Ausgleichsverfahren beantragt, mit dem Ziel, den Konkurs abzuwenden.

Italiens zweitgrößte Baugesellschaft, die für 2017 einen Umsatz von 3,1 Mrd. Euro meldete, ist wegen der politischen Turbulenzen in Venezuela und in der Türkei zuletzt arg unter Druck geraten. In Istanbul hat sich Astaldi am Bau der dritten Bosporus-Brücke beteiligt. Die Italiener sind Mitbetreiber der mautpflichtigen Monster-Brücke. Pläne für einen Verkauf der Konzession scheiterten an den politischen Problemen in der Türkei, was die Kassen Astaldis schwer belastete. Der Verkauf der Konzession galt als Bedingung für eine Kapitalerhöhung in der Größenordnung von 400 Mio. Euro, die das Unternehmen zur Schuldeneindämmung plante.

Bis Ende November muss Astaldi einen Plan zum Abbau der Schulden vorlegen, die 1,89 Mrd. Euro betragen. Italiens größte Baugesellschaft Salini Impregilo könnte mit einer Finanzspritze bei Astaldi einsteigen. Sollte Salini Impregilo mit Astaldi fusionieren, würde dies zur Gründung der neuntgrößten Baugesellschaft in Europa führen, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung “Sole 24 Ore”.

Inmitten der tiefen Krise bekommt Astaldi auch die starken Turbulenzen an der Mailänder Börse infolge der Spannungen zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission um Roms Haushaltspläne zu spüren. Die Astaldi-Aktie verlor am Donnerstag 17,5 Prozent ihres Wertes.

Astaldi hat vorerst angekündigt, dass alle öffentlichen Bauaufträge trotz des Ausgleichsantrags weitergeführt würden. Dies gilt auch für den Brennerbasis-Tunnel. Astaldi führt mit 42,51 Prozent das Konsortium an, das sich 2016 den Ein-Milliarden-Auftrag für den Bau des BBT auf Südtiroler Seite gesichert hat. Der Brennerbasistunnel soll bis 2026 fertiggestellt sein. Bis dahin sollen auch die Zulaufstrecken auf deutscher und italienischer Seite realisiert sein.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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19 Kommentare auf "Italiens Baugesellschaft Astaldi kämpft gegen Bankrott"


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m69
m69
Universalgelehrter
8 Tage 7 h

da werden sich wieder einige wenige Spekulanten eine goldene Nase verdienen! 

Tabernakel
8 Tage 7 h

Du kennst Dich aus in Deiner Branche. Respect!

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 2 h

Tabernakel @

Das mit deinen zweideutigen Aussagen wird dir mal etwas kosten……😁

Vielleicht hast Du schon mal einen auf dicke Lippe gemacht u. eine anständige Tracht Prügel kassiert, kann das sein?

longwolf
longwolf
Grünschnabel
8 Tage 7 h

Die Südtiroler Melkkuh wird weiter gemolken

Tabernakel
8 Tage 7 h
ivo815
ivo815
Kinig
8 Tage 3 h

Salvini, nur weiter so! 👍🏿

Mistermah
Mistermah
Kinig
7 Tage 6 h

was kann die öffentliche hand für das unvermögen einer privaten firma dafür? unabhängig von salvini jetzt, denn dieser seitenhieb hier ist so was von daneben, aber bei deiner mangelnden objektivität, sei dir verziehen.

brixna
brixna
Grünschnabel
8 Tage 4 h

Tat mi nicht wundern wenn do bbt a also gonzes tschari geat

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 9 h

Brixna @

Der BBT wird auch zum Teil von den Einnahmen von der Brennerautoban finanziert, wenn ich mich nicht Täusche müssten das so im Schnitt pro Tag um die 1 Mill. € Brutto sein.

Tabernakel
7 Tage 7 h

@m69

Quelle bitte!

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 2 h

Tabernakel @

Wie wäre es mal mit googeln?
Sonst googelst Du auch den ganzen Tag

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 2 h

PS. Das müssten die Einnahmen im Schnitt pro Tag der Brennerautoban sein, nicht die Querfinanzierung für den BBT, der Betrag ist sicher kleiner. 😂😁😎

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
6 Tage 10 h

@m69 Eigentlich ein totaler Widerspruch. In einer normalen Wirtschaft wird niemand die Konkurrenz finanzieren

silas1100101
silas1100101
Superredner
8 Tage 6 h

Das Land soll 2 Mrd Euro der Firma überweisen!! Dann kann es weitergehen!!

Andreas
Andreas
Superredner
7 Tage 2 h

souweit werds a kemmen

Stresser
Stresser
Neuling
8 Tage 2 h

A jeder Fuassbollerein in Italien hot mehr Schulden.Die sem gian a nia bankrott.

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 2 h

Stresser @

Des wundert mi a!

m69
m69
Universalgelehrter
7 Tage 2 h

Glaubt hier wirklich jemand, dass ein Projekt dieser Größenordnung ohne Ausfallsversicherung abgeschlossen wurde???

Wenn ja, dann kann ich nur sagen Malzeit!

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
6 Tage 10 h

Seit 50 Jahren gehen bei uns regelmässig (geplant) italienische Firmen pleite durch Preisdumping nur um an die öffentlichen  Aufträge zu kommen. Schuld daran sind die behinderten EU – Gesetze und die mangelnde Kontrolle über diese Firmen vor der Vergabe

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