Südtiroler Landeshauptmann fordert auch Lkw-Mautanhebung

Italiens Frächter gegen Lkw-Verbot auf Brennerstraße

Mittwoch, 11. April 2018 | 19:00 Uhr

Der italienische Frächterverband Confcommercio kritisiert die Forderung des Südtiroler Landeshauptmannes Arno Kompatscher an die Regierung in Rom, die Maut auf der Brennerautobahn A22 zu erhöhen und parallel ein Fahrverbot für den Lkw-Durchzugsverkehr auf der Brennerstaatsstraße einzuführen.

Da die Provinz Bozen zu den Aktionären der Brennerautobahn zähle, bestehe der Verdacht, dass hinter Kompatschers Forderung der Wille stecke, die Südtiroler Kassen aufzufüllen. Ein Fahrverbot für den Lkw-Durchzugsverkehr auf der Brennerstaatsstraße wäre eine Benachteiligung nicht nur für Frächter, sondern auch für Südtiroler Unternehmen, hieß es in einer Presseaussendung vom Conftrasporto-Vizepräsidenten Paolo Uggé.

Eine stufenweise Anhebung auch mit Unterscheidung nach Schadstoffklassen sei laut Kompatscher mit Beginn der Laufzeit der neuen Autobahn-Konzession ab 2019 realistisch. Italien müsse so wie die Schweiz und Deutschland altes, lärmintensives Rollmaterial auf der Schiene verbieten. Dazu müssten Rail Traction Company (RTC), Trenitalia und Deutsche Bahn ihr Rollmaterial austauschen.

Von: apa