Sorge vor Mauterhöhung für Lkw auf Brennerautobahn

Italiens Frächterverband kritisiert Südtiroler LH Kompatscher

Mittwoch, 06. Februar 2019 | 11:30 Uhr

Rom – Der italienische Frächterverband Conftrasporto hat am Mittwoch gegen den Südtiroler Landeshauptmann, Arno Kompatscher, in Sachen Brennerautobahn polemisiert. Conftrasporto-Vizepräsident Paolo Ugge beschuldigte Kompatscher, den Plan zu hegen, die Maut für Lkw auf der Südtiroler Brennerautobahn (A22) erhöhen zu wollen.

Das Schneechaos auf der A22 am vergangenen Wochenende sei unter anderem dem Tiroler Lkw-Fahrverbot, nicht dem wachsenden Verkehr auf der Brennerautobahn zuzuschreiben. Laut Ugge dürfe das italienische Verkehrssystem über die Alpen nicht mit Mauterhöhungen noch mehr belastet werden.

Nach Angaben des Conftrasporto-Vizepräsidenten sei der Verkehr über den Brenner in den vergangenen Jahren zwar gewachsen, er habe jedoch nicht das Niveau wie vor Beginn der Wirtschaftskrise in Italien erreicht. “Wenn man die Lkw-Fahrverbote an Wochenenden abschaffen würde, würde der Verkehr sich auf mehr Tage verteilen”, erklärte Ugge. Er betonte, dass 60 Prozent der CO2-Emissionen auf der Brennerautobahn von Pkw und nicht von Lkw verursacht seien.

Die Situation am Wochenende habe aufgezeigt, dass die A22 ihre Belastungsgrenze erreicht und überschritten habe, stellte die Südtiroler Landesregierung in ihrer Sitzung am Mittwoch fest. Sie plädiert deshalb mit Nachdruck für eine Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene.

Von: apa