Zukunft von 63.000 Pizzerien steht wegen Coronakrise auf dem Spiel

Italiens Pizzerien verlieren heuer 5 Mrd. Euro Umsatz

Montag, 07. Dezember 2020 | 12:56 Uhr

Auch die Pizza, weltweites Markenzeichen der italienischen Küche und ein Stück nationaler Identität Italiens, versinkt in der Krise. Pizzerien sind die von der Coronakrise am stärksten betroffenen Lokale. Sie bekommen stark die Auswirkungen der Anti-Covid-Maßnahmen zu spüren, die Lokale zur Schließung um 18 Uhr zwingen.

Da Pizza in Italien vor allem abends gegessen wird, ist der Umsatz der Lokale in den letzten Wochen stark geschrumpft. Pizzerien meldeten 2020 einen Umsatzrückgang von 5 Mrd. Euro, berichtete der Landwirtschaftsverband Coldiretti am Montag. Take Away-Lieferdienste würden den Umsatzrückgang nicht kompensieren, beklagte der Verband. Auf dem Spiel sei die Zukunft von 63.000 Pizzerien mit 200.000 Beschäftigten.

Die größten Pizza-Fans der Welt sind die US-Amerikaner, die jährlich 13 Kilogramm Pizza pro Person konsumieren. Die Italiener besetzen Platz zwei im internationalen Ranking mit einem durchschnittlichen Jahreskonsum von 7,6 Kilo pro Kopf, geht aus einem Bericht von Coldiretti hervor. Die Österreicher sind Europas Schlusslicht mit einem Jahreskonsum von 3,3 Kilo Pizza pro Kopf.

Von: apa