Transit wird für Sebastian Kurz beim EU-Gipfel ein großes Thema sein

Italiens Sozialdemokraten kritisieren Kurz-Aussagen

Mittwoch, 19. Februar 2020 | 10:30 Uhr

Die italienischen Sozialdemokraten (PD – Italiens zweitstärkste Regierungspartei) kritisieren die Worte von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Sachen Tiroler Fahrverbote. “Von Kanzler Kurz würde man sich eine weniger starre Haltung gegenüber EU-Verkehrskommissarin Adina Valean und auch gegenüber Italien erwarten”, kommentierte die PD-Abgeordnete Debora Serracchiani.

“Es genügt nicht, Lösungen zu fordern, man muss zusammen zu deren Aufbau beitragen”, so Serracchiani. Der Brenner sei ein wesentlicher europäischer Korridor. “Österreich hält Italiens Logistiksystem wegen des Brenners in Schach. Europas strategische Korridore dürfen jedoch keine Einschränkungen im freien Verkehr erleiden. Daher ist Italiens Haltung nicht angreifbar”, betonte die italienische Parlamentarierin und Ex-Präsidentin der Region Friaul-Julisch Venetien.

Die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli habe beim Treffen mit Valean am Freitag am Brenner klargemacht, dass die Tiroler Fahrverbote klar dem EU-Recht widerspreche, argumentierte die PD-Parlamentarierin. Österreich dürfe daher die Transitverbote in keiner Weise ausdehnen.

Kurz hatte Aussagen von Valean, wonach Tirol aus dem Binnenmarkt aussteigen könne, wenn es nicht bei den Maßnahmen gegen den Transit nachgebe, als “ungeheuerlich” bezeichnet. Der Kanzler will außerdem am Donnerstag beim EU-Gipfel mit Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Italiens Premier Giuseppe Conte das Gespräch suchen. Zudem stellten Kurz und Tirols Landeshauptmann Günther Platter eine Verschärfung der Tiroler Transit-Notmaßnahmen in den Raum, sollte es die Situation erfordern.

Von: apa

Kommentare

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15 Kommentare auf "Italiens Sozialdemokraten kritisieren Kurz-Aussagen"


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apfele
apfele
Neuling
1 Monat 14 Tage

bin zwar überzeugter Europäer, aber wenn die EU Politiker so weiter machen und der freie Warenverkehr wichtiger ist als die Bevölkerung und die Umwelt dann bin ich auch dafür daß wir diesen Verein wieder verlassen.

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
1 Monat 14 Tage

Wann war die Umwelt und Bevölkerung wichtiger als die Lobbys?
Weder in Bozen, noch in Rom oder Brüssel.
Meistens nur leeres Schönreden.

Staenkerer
1 Monat 14 Tage

olle, eu- gleich wie ondre politiker, schrein im cohr für den klimaschutz, ober wenns um wirtschoft und geld geat (und lobbyisten) vergessn se es gonz schnell wieder und betn weiter es goldens €€€kalbl un!

josef.t
josef.t
Superredner
1 Monat 14 Tage

@So ist das; sind vielleicht die Bevölkerung das 
Problem, alle wollen “Alles” und ohne eine 
Transport sicher ein Unmögliches Unterfangen ?
Würden die Konsumenten, nur Lokale Produkte
konsumieren und Urlaub zu Hause machen, wäre
das Problem gelöst ?
Umwelt-Klimaschutz sind “Alle” dabei, wer verzichtet
auf das eigene Auto, nur in Deutschland 45 Millionen
Autos, Fluggäste am Frankfurter Flughafen um die 
70 Millionen im Jahr u.s. w.?

 
 

Sommerschnee
Sommerschnee
Tratscher
1 Monat 14 Tage

Ist es wirklich nicht möglich den Dieselpreis in Österreich und den Mautkorridor (Preis) in Südtirol anzupassen und somit ein Gleichgewicht zu schaffen, so dass auch andere Routen von den Frächtern etc. verwendet werden?! 🤔
Das gibts doch nicht… Wo ist der Haken?

apfele
apfele
Neuling
1 Monat 14 Tage

ich kann mir nicht vorstellen, daß wenn die dieselpreise in Österreich anziehen deshalb eine andere Route genommen wird. denn was die Frächter mehr bezahlen, schlagen sie eben dann wieder beim Endverbraucher drauf. Ausserdem wäre, sollte es funktionieren mit der Preissteigerung, nur eine Verschiebung des Problems auf andere Regionen und was würde genau solange funktionieren bis sich dann dort die Bevölkerung zur Wehr setzt. es müssen alternativen gesetzt werden und auch ein Umdenken einsetzen.

@
@
Superredner
1 Monat 14 Tage

@apfele
Wenn durch Verteuerung des Treibstoffes in Österreich und Einführung der Korridormaut der gefahrene Kilometer über die Alpen angeglichen wird, werden Frächter sicher den kürzesten Weg wählen,weil dieser dann auch der billigste ist und die kürzeste Verbindung von Norden nach Süden führt nicht notgedrungen über den Brenner.

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
1 Monat 14 Tage

So ist es ! Die Maut in der Schweiz kostet ca. dreimal soviel wie über den Brenner = NUR DARUM fahren da so Viele LKW obwohl die Strecke oft viel länger ist als über die Schweiz ! Also Maut rauf und der Verlehr wird garantiert abnehmen und trotzdem kämen genug Einnahmen herein. Aber die Waren würden teurer das steht auch fest 🙁

Tanne
Tanne
Superredner
1 Monat 14 Tage

©Sommerschnee
Als Konsument, und Normaler Arbeiter bin ich dafür, dass Italien sich an Österreichs Sprit Preisen anpasst. Mir ist es zehn mal Lieber 1,017 Euro pro Liter Diesel, als 1,052 Euro zu zahlen.

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Tanne=träum weiter. Italia muss für jeden liter 30 CENT an Weltkriegschulden nach Äthiopien zahlen und DAS noch Jahrzehnet 🙁 Bedankr euch beim Benito der ja immer noch gelobt wird 🙁

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 14 Tage

Wenn Tirol die EU Abkommen verlassen würde, dann können sie den Brenner komplett zusperren. Leere Drohung und Erpressung.Die sehen nur den Brenner-Korridor wie eine Schleuse, was die paar Einwohner rundherum betrifft, ist denen völlig egal. Herr Platter, weiter so!! Herr Kompatscher will nicht einmal eine Sellungnahme abgeben. Schande, Südtiroler Politiker, euch interessiert nur das Geld aus der Autobahn.Die Gesundheit ist euch wurst. Warum habt ihr die Luftmessstation bei Brixen abgebaut?

Fuchsschwoaf
Fuchsschwoaf
Grünschnabel
1 Monat 14 Tage

@sommerschnee, ein Haken von vielen ist z.B. das Regionen wie Südtirol  bei der A22 beteiligt sind und daher kein Interesse haben
das weniger LKW über den Brenner donnern, weil sie da kräftig mit kassieren.
ansonsten könnte man die LKW Maut ja problemlos verdoppeln

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 14 Tage

Ich hab nichts gegen Warenverkehrt … aber auf der Schiene bitte. Trotz der Fahrverbote steigt die Anzahl der LKWs weiter an. Deutschland sollte lieber mal damit Anfangen, die Zubringerstrecken zum BBT zu bauen anstatt zu jammern.
Die Italiener kann ich noch verstehen, sie sind von den Bemühungen Deutschlands abhängig und können selbst nicht viel ausrichten. Nur gehen ihre Beschwerden an den falschen Adressaten.

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 14 Tage

Es müsste eine ganz einfache und klare Regelung getroffen werden, dass der Alpentransit einen Fixpreis hat – unabhängig von der gefahrenen Route.
Dann würden sich endlich Hunderte Kilometer für Umwegfahrten finanziell nicht mehr lohnen.

Genauso müssen Export-Förderungen besser kontrolliert werden, damit gewissen Waren nicht zur Weiterverarbeitung von einem Land in ein anderes gefahren werden, um anschließend wieder zurück gebracht zu werden, um den “weltweiten” Vertrieb vom Ursprungsland aus zu organisieren.

Alle, die den unnötigen Verkehr bemängeln, haben aber wahrscheinlich nicht lange genug studiert und verstehen deshalb auch zu wenig von dem Problem…
Die Belastungen zu akzeptieren – dafür aber sind die gut genug…

Maenny
Maenny
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

Herr Studierter dann bitte erkläre uns wie du die Export-Förderungen besser kontrollieren willst und wie du Konzerne dazu bringen willst den Vertrieb vom Ursprungsland zu organisieren. Leider sieht die Praxis meistens anders aus. Befass dich mal mit diesem Thema und rede mit Konzernen und Spditionen. Du wirst sehr schnell Einsicht gelangen und kannst vielleicht konstruktiv zur Lösung des Problems beitragen. Probieren geht über Studieren 😉

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