Italiens Weizenproduktion wegen Dürre um 15 Prozent geringer

Italienischer Landwirtschaftsverband schlägt Alarm

Dienstag, 14. Juni 2022 | 13:02 Uhr

Die italienische Weizenproduktion wird in diesem Jahr wegen der Dürre, die die Erträge im ganzen Land verringert hat, voraussichtlich um 15 Prozent zurückgehen. Davor warnt der Bauernverband Coldiretti am Montag. Coldiretti schätzte die diesjährige Weizenernte auf nationaler Ebene auf etwa 6,5 Milliarden Kilogramm auf einer Gesamtanbaufläche von 1,71 Millionen Hektar für Hart- und Weichweizen.

Der Rückgang trifft auch die Getreidebauern zu einer Zeit, in der sie mit höheren Produktionskosten aufgrund steigender Kraftstoff- und Düngemittelpreise zu kämpfen haben. Eine erwartete geringere Weizenernte in Westeuropa, einschließlich Italiens, erhöht den Druck auf das bereits angespannte weltweite Angebot. Der russische Einmarsch in die Ukraine treibt die Preise in die Höhe, da beide Länder wichtige Weizenproduzenten sind.

Der italienische Bauernverband erklärte, der Rückgang erhöhe “die Abhängigkeit vom Ausland in einer Situation, in der Italien einen Mangel an vielen Rohstoffen beklagt und nur noch 36 Prozent des für Brot, Kekse und Kuchen verwendeten Weichweizens und 62 Prozent des Hartweizens für Nudeln produziert”.

Die derzeitige Dürre, die unter anderem Italiens längsten Fluss Po stark belastet, ist die schlimmste seit 70 Jahren. Die Nachfrage nach Wasser in der Ebene des Flusses Po, wo sich die Getreideproduktion konzentriert, sei wegen der hohen Zahl der Einwohner und dem starken Wasserbedürfnis der Landwirtschaft groß, nach Monaten mit kaum Niederschlägen sei der Pegel des Flusses inzwischen auf ein Rekordtief gesunken.

Die Landwirtschaft ist bedroht. Wasserrationierung und begrenzte Feldbewässerung drohen zum Alltag zu werden, warnte Coldiretti. Ein Drittel der nationalen Landwirtschaftsproduktion, vor allem Obst, Gemüse und Getreide, sind gefährdet.

Von: apa

Kommentare

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15 Kommentare auf "Italienischer Landwirtschaftsverband schlägt Alarm"


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der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
14 Tage 9 h

isch die Dürre jetzt von der Ukraine oder hat sie der Putin geschickt?……

OH
OH
Tratscher
14 Tage 8 h

Schon Mal nachgedacht ???
Mehl wurde schon seit Monaten teurer !! Begründung sei der Krieg in der Ukraine. Hmmmmmm….. meiner Meinung nach nicht haltbar, da die jetzt benutzten Bestände vom Vorjahr waren und sind !!!
Da war kein Krieg !!!! Und jetzt , wie komisch, schlägt der Landwirtschaftsverband Alarm und meint, 15% Verlust in diesem Jahr !! Hmmmmmm…,
das Wetter ist wie immer !
Was soll man dazu sagen ?
Ich vermute , das ist reine Spekulation um die Preise noch höher zu treiben. Für mich stecken die alle unter einer Decke !!!! Es bleibt immer ein Geschmäckle !!!!!

Tigre.di.montana
Tigre.di.montana
Superredner
14 Tage 4 h

Im Bioladen kosten 5 kg Dinkel 16,98 Euro. Ich habe seit Jahren eine Getreidemühle. Mit 5 kg Getreide kommt man weit. Und 16,98 Euro ist nicht viel Geld, und erst recht nicht für hochwertige Produkte. Selber Kochen und Backen ist gesund und macht fröhlich.

sophie
sophie
Kinig
14 Tage 1 h

@OH
Ja COLDIRETTI muss ja jetzt schon der Bevölkerung vorgaukeln, dass heuer weniger Ernte sein wird, so braucht man sich bei den nächsten Preiserhöhungen nicht mehr rechtfertigen, alles nur ein Riesen Schweinerei

Tina1
Tina1
Superredner
13 Tage 17 h

Tigre, jo Strom und fürs kochen und backen ist ja billig.Oder tust es am We oder nachts in der F3 Phase weil da der Strom günstiger ist
?

andr
andr
Universalgelehrter
13 Tage 12 h

@Tigre.di.montana was ist aber wenn du kein korn mehr bekommst weil es zu trocken ist. Tja da nützt die kornmühle auch nix mehr

Tigre.di.montana
Tigre.di.montana
Superredner
13 Tage 9 h

@Tina1: der Strom fürs Kochen ist gering. Backen kann man verbinden: ich habe immer schon den Kuchen zeitgleich mit dem abendlichen Auflauf im Umluftherd gebacken.
Wer ein Netflix-Abo hat, sich allen elektronischen Schnickschnack gönnt, hat auch Geld für Strom, Wasser und Gas.
Anders sieht es aus für Rentner. Die können den Kosten kaum ausweichen.

Doolin
Doolin
Kinig
14 Tage 11 h

…no problem…Wein werd tuirer…wianiger saufen…

Rabe
Rabe
Tratscher
14 Tage 9 h

Mit Weizen macht man Bier 🍺 😁 . Gerste und Weizen = Weizenbier

Grantelbart
Grantelbart
Universalgelehrter
14 Tage 10 h

Ja darauf können wir uns dem Klimawandel sei dank auch in Zukunft einstellen, mit dem Konflikt in Europas Kornkammer wird auch global das Getreide immer knapper. Ich frage mich wie lange man es sich noch wird leisten können all das Futter und Wasser in die Fleischproduktion zu stecken, während wir in die nächste Hunger bzw. Preiskrise schlittern.

@
@
Universalgelehrter
14 Tage 7 h

Es werden ca.50% der Getreideproduktion für Tier-Futtermittel verwendet, vonei das die ineffiziente ste Art der Lebensmittelerzeugung ist. Ein Umdenken in diesem Bereich könnte den Hunger auf der Weld mindern. Aber erklär mal einem Bauern, dass eine Kuh auch mit Gras und Heu überlebt und dabei sogar noch Milch gibt

Plusminus
Plusminus
Grünschnabel
14 Tage 7 h

Wenn der Weizen wirklich knapp wird, dann gibt es sehr viele unnütze, ungesunde Lebensmittel deren Produktion gestrichen werden könnte und niamand würde hungern. Kekse, Kuchen, Brioch usw.

N. G.
N. G.
Kinig
14 Tage 3 h

Man könnte so einiges im Leben streichen aber obs dann noch lebenswert ist, ist ne andere Frage!

Zussra
Zussra
Grünschnabel
14 Tage 2 h

Man brauchat jo la Meerwossoentsolzungsonlogn baudn und disebm mit Solarstrom vosorgat, wars Problem gilöst!

So ist das
13 Tage 18 h

Also zwischen den Zeilen gelesen, die Preise steigen noch mehr.

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